Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Jüterbog CDU pflegt sowjetischen Ehrenfriedhof
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog CDU pflegt sowjetischen Ehrenfriedhof
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:34 11.08.2019
Steffen Marwitz hatte die Idee, die Patenschaft für das Denkmal am Dammtor zu übernehmen. Quelle: Victoria Barnack
Jüterbog

„Ich war selbst ein wenig schockiert, als ich das Denkmal gesehen habe“, sagt Steffen Marwitz. Kniehoch stand das Gras zum Teil auf dem Sowjetischen Ehrenfriedhof am Dammtor. Marwitz war zufällig dort vorbeigekommen, als er einen Termin im benachbarten Ärztehaus hatte. Am Sonnabend mähte er die Fläche gemeinsam mit mehreren CDU-Parteikollegen vom Jüterboger Ortsverband.

Die Anlage erinnert sowohl an die russischen Opfer, die der Zweite Weltkrieg forderte, als auch an die sowjetische Präsenz in der Stadt nach 1945. Quelle: Victoria Barnack

„Die Idee, die Patenschaft für eine Grünfläche zu übernehmen, hatten wir bereits vor mehreren Wochen“, erzählt der CDU-Ortsvorsitzende Raban von Studnitz. „Nur der genaue Ort fehlte noch.“

Bilaterales Abkommen klärt Pflege von Kriegsdenkmälern

Die Patenschaft ist inzwischen mit dem Rathaus abgestimmt. Denn eigentlich ist die Stadt für die Pflege des Denkmals zuständig. „Darüber gibt es ein bilaterales Abkommen mit Russland“, erklärt von Studnitz.

Während die Russen die deutschen Kriegsdenkmäler auf ihren Staatsgebiet pflegen, kümmert sich Deutschland im Gegenzug um die sowjetischen Ehrenfriedhöfe auf dem eigenen Terrain.

Raban von Studnitz engagiert sich auch abseits der CDU: Regelmäßig sammelt er in Jüterbog Spenden für die Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Quelle: Uwe Klemens

Marwitz und seinen Kollegen geht es aber nicht allein um die Würdigung der Gefallenen. „Als Partei sollten wir genauso wie Vereine aus der Stadt Gesicht zeigen und etwas für Jüterbog tun“, sagt Steffen Marwitz.

Was sie im Ortsverband genau tun wollten, war schnell klar. „Vor dem Hintergrund der finanziellen Situation der Stadt und nach den großen Waldbränden im Juni und Juli wollten wir den Bauhof entlasten“, erklärt Studnitz.

Auch Jüterbogs einziger CDU-Stadtverordneter, Danny Eichelbaum, packt mit an. Quelle: Victoria Barnack

Also schwitzen und schindern die Mitglieder aus dem CDU-Ortsverband nun regelmäßig auf dem Denkmal am Dammtor zwischen Ärtzehaus und evangelischer Grundschule. „Mehrmals im Jahr wollen wir uns hier zu einem Arbeitseinsatz treffen“, sagt der Vorsitzende.

Mähen, harken, die Hecke schneiden – das können immerhin auch Laien. „Am Ende braucht sich hoffentlich niemand mehr dafür schämen, wie es auf dieser Fläche aussieht“, sagt Steffen Marwitz. Die Anlage erinnert sowohl an die russischen Opfer, die der Zweite Weltkrieg forderte, als auch an die sowjetische Präsenz in der Stadt nach 1945.

Von Victoria Barnack

Dirk Marek ist der einzige Kandidat, der ohne politische Erfahrung und ohne Verwaltungskenntnisse Bürgermeister von Jüterbog werden will. Er versucht stattdessen mit Lebenserfahrung zu punkten.

11.08.2019

Früher machten die Dorfbewohner beim Stollereiten den Mutigsten unter sich aus. In Grüna ist das immer noch so – zumindest fast. Die Einwohner haben eine alte Tradition erfolgreich wiederbelebt.

11.08.2019

Auf dem Areal am „Gänsepuhl“ im Stadtteil Neumarkt wurde am Freitagnachmittag der 23. Spielplatz im Jüterboger Stadtgebiet und den Ortsteilen eingeweiht. Für die zusätzliche Spielwiese wurden aber nicht nur neue Geräte angeschafft, sondern auch ungenutze Elemente aufgearbeitet und ergänzt.

09.08.2019