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Jüterbog Eine halbe Million Euro für das Klostermuseum
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog Eine halbe Million Euro für das Klostermuseum
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17:27 09.09.2019
Das Klostermuseum in Kloster Zinna. Quelle: Uwe Klemens
Jüterbog

Geldsegen für das Klostermuseum Kloster Zinna. Jüterbogs Bürgermeister Arne Raue (WsJ) teilte den Stadtverordneten per Mail mit : „Hiermit möchte ich Sie darüber informieren, dass der Zuwendungsbescheid für die Sanierung des Klostermuseums Kloster Zinna in Höhe von 502.631,18 Euro eingegangen ist.“

Das Geld ist aber nicht für die Sanierung des Klostergebäudes gedacht, sondern es steht nach Angaben des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft ausschließlich für das Projekt „Neugestaltung der Dauerausstellung Museum Kloster Zinna“ zur Verfügung.

Die Dauerausstellung im Klostermuseum soll moderner gestaltet werden. Quelle: Martina Burghardt

Das Geld stammt aus dem europäischen Fördertopf „Leader“, über dessen Verteilung in der hiesigen Region die Lokale Aktionsgruppe (LAG) „Rund um die Fläming-Skate“ entscheidet. „Wir freuen uns, dass die Ausstellung erneuert werden kann“, sagt LAG-Geschäftsstellenleiterin Bianca Moeller, „denn das ist ja ein Aushängeschild für die gesamte Region.“ Um dieses Geld zu erhalten, haben die Jüterboger Museumsleute unter Leitung von Kulturchef Jens Katterwe jahrelange Vorarbeit geleistet. Mit fachlicher Unterstützung eines Kurators und eines Gestalters wurde ein Konzept erarbeitet, das auf die Zustimmung der Fördermittelgeber stieß.

670.000 Euro förderfähige Investitionen

Laut Ministerium betragen die förderfähigen Investitionen 670.000 Euro, wovon rund 502.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (Eler) kommen. „Die Fördermittel wurden am 14. August 2019 bewilligt“, schreibt das Ministerium auf MAZ-Nachfrage, „geplant ist ein Umsetzungszeitraum bis zum Juni 2021.“

Der städtische Eigenanteil ist im Haushalt eingeplant, „sonst wären die Fördermittel nicht bewilligt worden“, so Moeller.

Überregionaler Lernort

Für die Neugestaltung der Dauerausstellung im früheren Abtshaus werden laut Ministerium unter anderem Investitionen für Schautafeln, Beschilderungen, Grafiken und Monitore, Kopfhörer und Leuchten, Chorgestühl und Kloster-Mobiliar sowie Hard- und Software für Medieninstallationen gefördert. Ziel sei es, „das Museum zu einem überregionalen Lernort, besonders für Schulklassen und Familien zu entwickeln“, der in ein Gesamtkonzept mit den anderen Museen Jüterbogs eingebettet ist. „Wichtig bei der Gestaltung des Museums soll sein“, so teilt das Ministerium mit, „dass die Gäste sich selbst interaktiv betätigen können und in verschiedene Rollen damaliger klösterlicher Funktionsträger schlüpfen.“

Voraussetzung ist die Sanierung

In diesem Zusammenhang ist auch die Sanierung des Klostergemäuers ein Thema. Dazu gehören unter anderem eine sogenannte energetische Ertüchtigung, die sich beispielsweise auf eine neue Heizungsanlage und neue Elektrik bezieht. Zudem soll das Obergeschoss des Siechenhauses zu Seminar- und Büroräumen ausgebaut werden, damit für die neue Ausstellung genug Platz ist.

Die Planungen dafür sind fertig. Es fehlt nur noch die Baugenehmigung vom Landkreis.

Von Hartmut F. Reck

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