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Jüterbog Trödeln für den guten Zweck
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15:59 12.06.2019
Ein Herz für Tiere: Das Netzwerk Tierschutz veranstaltet am Sonntag den fünften Trödelmarkt zugunsten von Tieren in Not. Quelle: Katja Schubert
Fröhden

Tiere in Not vor ungeheuren Qualen oder sogar dem Tod retten – für die 15 ehrenamtlichen Mitglieder des Netzwerkes Tierschutz gehört das zum Alltag. Leider sind die aufwendige Pflege und die häufigen Tierarztbesuche oft mit hohen Kosten verbunden, die die Tierschützer größtenteils aus eigener Tasche zahlen. Doch nicht immer reicht der eigene Geldbeutel aus. Für die komplizierten, aber lebensnotwendigen Operationen mussten die Tierschützer in der Vergangenheit pro Patient mitunter bis zu 1000 Euro bezahlen. Der Verein ist deshalb dringend auf Spenden angewiesen.

Erlös geht an Tiere in Not 

Statt aber einfach nur Aufrufe zu starten und auf mitfühlende Spender zu hoffen, hatten sich die Tierschützer vor fünf Jahren überlegt, die benötigten Gelder mithilfe einer besonderen Benefizveranstaltung einzutreiben. Der Fröhdener Scheunentrödel findet am Sonntag ab 10 Uhr zum fünften Mal in der Fröhdener Siedlung 20 statt. Die Erlöse daraus werden wieder den Tieren in Not zugute kommen.

Viele Vierbeiner konnten gerettet werden

Neben Tierbedarf werden auf dem Trödelmarkt auch Haushaltswaren, antike Stücke oder Möbel zu kleinen Preisen angeboten. Darüber hinaus wird für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt. „Unsere Mitglieder haben das ganze Jahr über fleißig gesammelt. Wir hoffen, dass viele Besucher kommen“, erklärt Gabriele Loster. Die Tierschützerin aus Fröhden hat bereits selbst unzählige Tiere bei sich zu Hause aufgepäppelt. Ihrem letzten großen Extremfall geht es inzwischen wieder blendend. Ende vergangenen Jahres litt Kater Matze noch unter extremen Gewebewucherungen im Nasen- und Rachenbereich. Eine OP konnte ihn retten.

Drei akute Fälle benötigen Hilfe

Doch die Arbeit der Tierschützer reißt nicht ab. Schon bald ist wieder Ferienzeit – zum Bedauern von Gabriele Loster sei dies auch gleichzeitig der Startschuss für die steigende Anzahl an ausgesetzten Haustieren. Darüber hinaus berichtet die Tierschützerin: „Wir haben aktuell auch wieder drei besonders spezielle Anliegen.“ Der vierjährige Kater Jerry, der 14 Wochen alte Mischlingswelpe Mogli und mehrere Katzenbabys müssen momentan dringend ärztlich behandelt und mit speziellem Futter versorgt werden.

Verein arbeitet vor allem präventiv 

Nicht alle haben für das Engagement der Tierschützer Verständnis. Gabriele Loster und ihre Vereinskollegen wollen aber nicht wegschauen und die Tiere ihrem Schicksal überlassen. Für sie ist die ehrenamtliche Tätigkeit eine Herzensangelegenheit.„Es ist immer wieder schön zu sehen, wie sich die Tiere entwickeln. Das ist für uns auch jedes Jahr der Anlass, weiter zu machen“, so Loster über ihre Arbeit.

Was viele Kritiker außerdem gar nicht wissen – neben der Rettung kranker Tiere arbeitet der Verein hauptsächlich daran, das Tierleiden durch präventive Maßnahmen schon im Vorfeld zu verhindern. „Wir haben etwa 50 bis 60 Fälle im Jahr. Davon sind ein Großteil Kastrationen“, so Gabriele Loster dazu. Doch auch diese Kosten müssen gedeckt werden.

Von Isabelle Richter

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