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Jüterbog Sanierungspläne für die Lindenstraße
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18:56 16.01.2020
Die Bäume geben der Straße ihren Namen, sollen aber trotzdem regelkonformen Gehwegen weichen. Quelle: Uwe Klemens
Jüterbog

Die Lindenstraße im Stadtteil Jüterbog II gilt als die marodeste Straße der gesamten Stadt. Über ihre Sanierung wird seit Jahren debattiert. Im Bau- und Sanierungsausschuss der Stadtverordnetenversammlung stellte das Planungsbüro am Mittwochabend nun die Entwurfsplanung für den grundhaften Ausbau der von Linden gesäumten Straße vor, nach der im Juli die Bauleute loslegen sollen.

Wirrwarr an Problemen

Zu dem erkennbar schlechten Zustand der Straßendecke und der Gehwege gesellen sich demnach auch ein schlecht tragender Untergrund, ein Gewirr von unterirdisch verlegten Medien und der geringe, zur Verfügung stehende Platz, um die Fahrbahnbreite von 6,50 Metern und zwei Mal 2,50 Metern Gehweg regelkonform zu bauen. Dass die Lindenstraße zudem ein starkes Gefälle in Richtung der Bahnunterführung besitzt, kommt die Ableitung des Regenwassers als weiteres Problem hinzu.

Die einzige Lösung hierfür sei der unterirdische Regenwasserkanal, der von der Lindenstraße aus unter der Parkstraße in Richtung Unterführung verlaufen soll, um dort in ein ebenfalls neu zu errichtenden Verdunstungsbecken eingeleitet zu werden, erläuterte der Planer.

Mehr als 400.000 Euro veranschlagt

Da hierbei auch im unteren Bereich der Parkstraße zwischen Lindenstraße und B 102 gebuddelt werden muss, wurde die Gesamtmaßnahme in zwei Bauabschnitte unterteilt, der genannte Abschnitt ist hierbei der erste. Die Kosten für den Ausbau von Fahrbahn, Gehwegen, Regenwasserkanal und Verdunstungsbecken liegen bei rund 407.000 Euro. Hinzu kommen 12.000 Euro für den Lückenschluss des Radweges zwischen Ortsausgang Richtung Altes Lager und Parkstraße, die der Landesbetrieb Straßenwesen als Eigentümer der Bundesstraße trägt.

Bevor gebaut werden kann, müssen noch die Zustimmungen seitens der Denkmalschutz-, Naturschutz- und Verkehrsbehörden abgewartet werden, die bis Februar, spätestens März erwartet werden, wie Silke Göritz vom Jüterboger Bauamt erläuterte. Sobald die Genehmigungen vorliegen, erfolgt die öffentliche Auslegung der Planungsunterlagen, wobei auch Einwohner ihre Bedenken äußern können. Erst nach der so genannten Abwägung aller Einwände steht die endgültige Planung.

Zeit sitzt allen im Nacken

Die Zeit sitzt dabei nicht nur den Planern und der Verwaltung im Nacken, sondern auch allen, denen die namensgebende Baumbestand der Lindenstraße am Herzen liegt. Denn obwohl hier erst nach der Fertigstellung des ersten Bauabschnitts, also frühestens im Spätsommer gearbeitet werden soll, sollen bereits im Februar sämtliche auf dem Gehweg stehenden Linden gefällt werden. Grund für die Eile ist, dass innerhalb der am 1. März beginnenden Vegetationsperiode aus Tierschutzgründen nicht gefällt werden darf. Empört darüber zeigte sich Stadtverordneter Max Theilemann (AfD), der dafür warb, vor der Fällung zu prüfen, ob es bauliche Alternativen für die Gehwege gibt und auf jeden Fall das Ergebnis der Bürgerbeteiligung abzuwarten.

Von Uwe Klemens

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