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Jüterbog Weihnachtsbaum kommt in diesem Jahr aus Grüna
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog Weihnachtsbaum kommt in diesem Jahr aus Grüna
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21:16 27.11.2019
Hebebühne und Kran sind aufgebaut –das letzte Stündlein für die Grün’sche Blautanne hat geschlagen. Quelle: Uwe Klemens
Jüterbog

„Das war diesmal keine schwere Sache“, sagt Kranfahrer Norbert Wurche und drückt auf den Hebel zum Einfahren der Stützen, die den Autokran während der Arbeit auf Position halten. 960 Kilogramm hatte die Anzeige im Fahrerhaus noch wenige Augenblicke zuvor angezeigt. Für einen Weihnachtsbaum beachtlich – für Wurche und sein für 60 Tonnen ausgelegtes Arbeitsgerät eher ein Kinderspiel. Von den 13 Bäumen, die der Mitarbeiter der Brandenburger Kran- und Montagedienst GmbH nun bereits auf den Jüterboger Marktplatz gehievt hat, ist der diesjährige der leichteste.

Ein letztes Foto vor dem Fällen

Punkt 8 Uhr morgens hatten am Mittwoch Bauhofmitarbeiter, Kranführer und Lkw-Fahrer auf dem Grundstück von Jeannette und Michael Kirchner in Grüna die Technik aufgebaut, um die von ihnen den Jüterbogern spendierte Blautanne zu fällen. „Aufgeregt bin ich nicht“, sagten lachend sowohl Bauhof-Mitarbeiter Daniel Pohl, der zum ersten Mal mit der Kettensäge einen Weihnachtsbaum dieser Größe fällte, als auch Michael Kirchner, der noch schnell mit dem Handy ein Erinnerungsfoto und ein Video von der Fällaktion machte. Wann genau er den Baum einst selbst gepflanzt hatte, konnte er sich nicht mehr erinnern. „Vor 25 Jahren“, klärte Pohl auf und wies nach dem Verladen des etwa neun Meter großen Baumes auf die Jahresringe am Stumpf.

Dank schwerer Technik waren das Fällen und der Transport des diesjährigen Weihnachtsschmuckes für den Jüterboger Marktplatz ein Leichtes. Seit Mittwoch steht die 25 Jahre alte Blautanne vor dem Rathaus.

Keine zehn Minuten dauerten das Absägen und Verladen, auch, weil die Akteure immer die selben und ein eingespieltes Team sind. Wie in jedem Jahr, hatte auch diesmal wieder das heimische Transport-Unternehmen Neumann Container-Fahrzeug und Fahrer spendiert, damit die wertvolle Fracht in ihrer ganzen Pracht und ohne abgeknickte Äste am Markt ankommt. Etwa 40 Minuten dauerte Weihnachtsbaums erste und letzte große Reise. Jüterboger Feuerwehrleute sorgten für eine freie Strecke.

Aufstellen war knifflig

Das Versenken und Ausrichten des Baumes in der 1,20 Meter tiefen Bodenhülse erwies sich als knifflig, weil der Stamm einen Knick hat, den man vorher nicht sehen konnte. „Der steht ja völlig schief“, rief eine Passantin, was die Aufstellbrigade so natürlich nicht stehen lassen konnte.

Nach einer kleinen Pause mit frisch gebrühtem, von Rathaus-Mitarbeiterin Donata Tobinski serviertem Kaffee, startete der zweite Versuch. Nach dem Lösen der Keile rückte ein Radlader mit dem Seil die Blautanne in die richtige Position. Keine zwei Stunden nach dem Abschiedsfoto in Grüna war aus der Blautanne ein Weihnachtsbaum geworden.

Bis sich die Jüterboger an seinen Lichtern erfreuen können, müssen sie sich noch etwas gedulden. „Zum Anbringen der Lichterkette komme ich wegen des Wochenmarktes erst am Freitag“, sagte Bauhof-Elektriker Hartmut Schwocht, nachdem er mittels Hebebühne die Kette für den Kran vom Baum gelöst hatte. Am Abend dann könnte der Baum zum ersten Mal funkeln.

Schon jetzt das nächste Fest im Blick

Bereits den Weihnachtsschmuck für das kommende Jahr im Blick hat Bauhof-Chef Heiko Ratsch. „Auch für 2020 suchen wir für den Markt in Jüterbog einen und für Kloster Zinna zwei große Weihnachtsbäume sowie etwa zehn kleinere, die dann in städtischen Einrichtungen, also im Rathaus, im Kulturquartier und in den Kindereinrichtungen aufgestellt werden können“, so Ratsch. Wer über geeignete Bäume verfügt und diese Spenden möchte, kann sich bereits jetzt unter Tel. 0 33 72/ 46 33 70 im Bauhof melden.

Von Uwe Klemens

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