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Jüterbog Hürden auf dem Weg zur seniorengerechten Stadt
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog Hürden auf dem Weg zur seniorengerechten Stadt
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20:05 21.02.2019
Knapp 30 Zuhörer waren zum Bürgerforum gekommen. Quelle: Uwe Klemens (2)
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Jüterbog

Gemessen am Interesse, scheint es Senioren in Jüterbog rundum gut zu gehen. Keine 30 Zuhörer waren am Mittwochabend der Einladung zum Bürgerforum über das Thema „Seniorengerechte Stadt“ gefolgt. Dass Jüterbog trotz aller guten Ansätze noch weit entfernt davon ist, als seniorengerecht zu gelten, zeigten die Diskussionsbeiträge des Abends. Eingeladen dazu hatte der SPD-Ortsverein.

Beifall für seine Schilderungen, wie sich die städtische Wohnungsbaugesellschaft für den demografischen Wandel wappnet, bekam deren Geschäftsführer Dierk Giese. Der für dieses Jahr geplante Umbau von 34 barrierefreien beziehungsweise barrierearmen Wohnungen gilt als ein Meilenstein.

„Bedarf nach barrierefreien Wohnungen ist da“

Welche Erleichterungen sich für mobilitäts-eingeschränkte Menschen mit vergleichsweise einfachen, baulichen Veränderungen erreichen lassen, demonstrierte Giese, indem er die Position eines Rollstuhlfahrers einnahm. Einfachste Dinge, wie zum Beispiel den Müll wegzubringen oder abzuwaschen sind nahezu unmöglich. „In unseren Sprechstunden haben wir die Erfahrung gemacht, dass der Bedarf nach barrierefreien Wohnungen und Wohnumfeld da ist“, sagt Giese. Auch jüngere Mieter würden die Vorteile zu schätzen wissen, was man so lange noch gar nicht gedacht habe. Doch für einen flächendeckenden Umbau fehle schlichtweg das Geld.

Wie groß der tatsächliche Bedarf an senioren- und behindertengerechtem Wohnraum in der Stadt sei, wollte Giese nicht schätzen. Innerhalb des eigenen Wohnungsbestandes von 1.000 Wohnungen könne man mit der geplanten Zahl den Bedarf der vorhandenen Mieterschaft gut abdecken, so der Geschäftsführer. Gieses Forderung nach vereinfachten Förderrichtlinien im Landtag zum Thema zu machen, versprach Jüterbogs SPD-Landtagsabgeordneter Erik Stohn.

Klage über marode Gehwege

Obwohl sich Verbesserungen, beispielsweise bei der Beseitigung von Stufen auf Bürgersteigen, leicht machen ließen, werde das seitens der Bauleute noch viel zu selten mitbedacht, schilderte Maritta Böttcher (Die Linke), Sozialausschuss-Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung und des Kreistages, anhand der derzeitigen Bundesstraßensanierung und forderte mehr Absprache, zum Beispiel mit Bürgern und Seniorenvertretern.

Die Klage über marode Gehwege war auch aus dem Publikum immer wieder zu hören. Auch die Rücksichtslosigkeit von Autofahrern, die Gehwege zuparken, und Radfahrern, die die Passanten auf dem Gehweg zum Ausweichen zwingen, wurde immer wieder als Negativbeispiel genannt. Erste Erfolge verzeichnet hingegen die erst Ende 2018 gegründete Arbeitsgruppe Barrierefreiheit, wie deren Mitbegründer Kurt Radke schilderte. Das seit Jahren als Problem geltende Zuparken des Fußwegs zum Ärztehaus am Dammtor sei durch das in dieser Woche dort verhängte, generelle Parkverbot behoben.

Dass zum Wohlfühlen in der Stadt das Miteinander der Generationen, kulturelle Angebote und eine Verbesserung der ärztlichen Versorgung gehören, wofür die Politik die Weichen stellen muss, gehörte zu den Erkenntnissen des Abends.

Von Uwe Klemens

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