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Jüterbog Illegale Camper im Biotop
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog Illegale Camper im Biotop
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06:21 25.07.2018
Vandalismus am Ziegeleiteich in Jüterbog Quelle: FotoUwe Klemens
Jüterbog

Summende Bienen, quakende Frösche – so oder so ähnlich stellt man sich in der Regel ein geschütztes Biotop vor. Der Ziegeleiteich am Jüterboger Stadtrand wird diesem Status derzeit kaum gerecht. Vier Jugendliche im Alter von zwölf bis 16 Jahren sowie ein 19-Jähriger, die alle aus Jüterbog stammen, haben dort eine Woche lang illegal gezeltet und eine Spur der Verwüstung hinterlassen.

Müll, Kot und Urin beeinträchtigen das Biotop

Am Montagmorgen meldete ein Spaziergänger dem Umweltamt in Luckenwalde den Frevel, den er mit der Handykamera festgehalten hatte. Eine aus abgebrochenen Ästen gebaute Höhle, in den Uferbereich gegrabene Wälle, offene Müllsäcke und von den Campern geleerte, nun in der Böschung liegende Bierflaschen sind die traurigen Überreste der Strandparty, die Mitarbeiter des Jüterboger Ordnungsamtes wenige Stunden später bei einer Kontrollfahrt am Ziegeleiteich entdecken.

Auch den 19-Jährigen, der angibt obdachlos zu sein, finden die Mitarbeiter vor Ort. Dass der Teich ein geschütztes Biotop sei, hätten er und die Jugendlichen nicht gewusst. Auch nicht, dass das Campen auf öffentlichem Grund- und Boden generell untersagt ist. Bei der Frage, wo man im Laufe der zurückliegenden Tage seine Notdurft verrichtet habe, herrscht Schweigen.

Selbst beräumen oder aber bezahlen

Da alle fünf Verursacher namentlich bekannt sind und von den Hinterlassenschaften am See keine unmittelbare Gefahr ausgeht, verhängte das Ordnungsamt die Auflage, den Müll bis Donnerstag zu entfernen und Hütte und Strandburgen bis dahin zurückzubauen. Andernfalls droht dem Quintett nicht nur der Kostenbescheid für das Aufräumen durch Bauhofmitarbeiter, sondern obendrein ein Bußgeldbescheid für das Begehen einer Ordnungswidrigkeit.

„Einerseits wollen nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen, andererseits können wir so etwas natürlich nicht dulden“, begründet Sachgebietsleiterin Gabriela Kaiser das Einräumen der Frist und hofft, dass die Täter das Signal verstehen.

Von Uwe Klemens

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