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Jüterbog Archäologen sichern Spuren der Bronzezeit
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13:04 28.08.2019
Mit dem Minibagger werden derzeit die Hausanschlüsse mit den neuen Leitungsnetzen verbunden. Quelle: Uwe Klemens
Jüterbog

Die Sanierung des Waldauer Weges am südlichen Stadtrand war lange gefordert und aufgrund drastischer Preissteigerungen bei den Firmen vom vergangenen auf dieses Jahr verschoben worden. Da die Straße dem Kreis gehört, die Gehwege der Stadt und die Trink- und Abwasserleitungen darunter dem Zweckverband, ist die Sanierung eine Gemeinschaftsmaßnahme aller drei Eigentümer.

Bauarbeiten liegen im Plan

Seit Mitte Juni drehen sich im ersten von insgesamt drei Bauabschnitten die Bagger. Sämtliche neue Leitungen liegen bereits im Boden, derzeit sind die Bauleute damit beschäftigt, die Hausanschlüsse der Anwohner in die neuen Leitungsnetze einzubinden.

Terminlich liegen die Arbeiten derzeit im Plan. Im November soll die Straße im ersten Bauabschnitt eine Tragschicht bekommen. Ob direkt danach im zweiten Abschnitt weitergebuddelt wird, hängt von der Witterung ab. Das Aufbringen der abschließenden Deckschicht erfolgt erst am Ende der mit 2,5 Millionen Euro veranschlagten Gesamtmaßnahme.

Begleitung ist Pflicht

Wie die meisten innerstädtischen Straßenbauprojekte wird auch die Erneuerung des Waldauer Weges von Bodendenkmalpflegern begleitet, die im ersten Bauabschnitt ihre Arbeit bereits abgeschlossen haben und mit dem Ergebnis zufrieden sind. „Bei unseren Grabungen sind wir auf sehr schöne und erstaunlich gut erhaltene Siedlungsstrukturen gestoßen“, freut sich Kai Schirmer. Dabei unterscheiden die Archäologen zwischen Funden, zum Beispiel Gefäßscherben, die sich wegtragen lassen, und Befunden, zum Beispiel übereinander liegende Kulturschichten, die sich nur dokumentieren lassen und im Zuge der Bauarbeiten dann verloren gehen.

Die durch die stete Besiedlung über Jahrhunderte anwachsende Kulturschicht im Waldauer Weg ist bis zu einem Meter stark und enthält Hinweise darauf, dass hier bereits in der späten Bronze-, sowie in der Römischen Kaiserzeit Menschen ansässig waren.

Seit 100 Jahren als Fundort bekannt

„Der Waldauer Weg war als Fundort schon seit etwa 100 Jahren bekannt, also circa aus der Zeit, als er erstmals ausgebaut wurde“, sagt Schirmer. Mit dem erneuten, grundhaften Ausbau bot sich nun die Chance, mit den heute zur Verfügung stehenden Methoden tiefer ins Erdreich und in die Geschichte zu leuchten.

Bedeutsamste Funde waren die Reste zweier Brunnen, die bis zu 2.000 Jahre alt sein könnten. „Alle Funde und Befunde zusammen komplettieren unser bisheriges Wissen über die Siedlungsgeschichte dieser Region“, so Schirmer.

Von Uwe Klemens

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