Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Jüterbog Deko-Aktion schafft enge Verbindung
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog Deko-Aktion schafft enge Verbindung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:02 12.01.2020
Anwohner der Jüterboger Nikolaikirchstraße beim gemeinsamen Abschmücken der Adventsdekoration. Quelle: Isabelle Richter
Jüterbog

„Im Dezember ist es die Einstimmung auf die Adventszeit und im Januar sozusagen ein Neujahrsempfang mit der Nachbarschaft“, sagt Falk Kubitza. Seit nunmehr zehn Jahren pflegen der 58-Jährige und seine Nachbarn in der Jüterboger Nikolaikirchstraße eine besondere Tradition. Dabei wird der Straßenzug samt der Nebengassen Große Kirchstraße, Kleine Kirchtraße und Rotes Meer jährlich zur Adventszeit mit einem einheitlichen Schmuck versehen. An diesem Wochenende mussten die 24 Holztäfelchen wieder ab – auch das wird jedes Jahr gemeinsam zelebriert.

Drei Familien sind die Initiatoren

Wie gewohnt traf sich die Deko-Initiative am Sonnabend nach dem Dreikönigstag um 10 Uhr mit Akkuschrauber, Leiter und Schubkarre im Schlepptau vor dem Haus von Bärbel und Falk Kubitza. Gemeinsam mit den Familien Jannek und Kropp hatten sie die Initiative damals ins Leben gerufen. Unterstützung bekommt das Deko-Team außerdem von weiteren Anwohnern. Wer gerade Zeit hat, der packt eben mit an.

Idee entsand aus einer vorangegangenen Aktion

Der Adventsschmuck, auf dem weltliche und kirchliche Motive zu sehen sind, wurde damals von Thomas Rülicke aus Seehausen angefertigt. Die Täfelchen sind 35 mal 40 Zentimeter groß – die vier Tafeln für die Adventstage mit 45 mal 50 Zentimeter sogar ein wenig größer. Finanziert wurden die dekorativen Stücke damals von überschüssigen Einnahmen des Altstadtfestes. Jürgen Desche versorgt die Deko-Truppe zudem jedes Jahr mit dem nötigen Tannengrün.

Die 24 Holztäfelchen lagern die nächsten Monate bei Familie Kropp. Erst im November kommen sie wieder zum Einsatz. Quelle: Isabelle Richter

Die Idee entstand aus einer vorangegangenen Aktion, die von Falk Kubitza initiiert und mit Unterstützung der Stadt Jüterbog sowie der Kirchengemeinde und zahlreichen Sponsoren realisiert werden konnte. Dabei wurden die Türme der Jüterboger Nikolaikirche in den Jahren 2001 und 2002 zu einem riesigen Adventskalender mit 24 Türchen umdekoriert. Ein einzelnes Türchen war stolze zwei mal drei Meter groß. Der gesamte Kalender erstreckte sich über 46 Meter Höhe.

Wie Falk Kubitza berichtet, wurde symbolisch jeden Tag ein Türchen des Kalenders geöffnet. Mit zum Programm gehörte an jedem Tag auch eine kulturelle Darbietung und das Quiz „Wer wird Adventionär?“ mit dem damaligen Pfarrer Bernd Lotz. Wegen des organisatorisch und finanziell hohen Aufwandes, konnte sich der Adventskalender jedoch nicht länger als zwei Jahre durchsetzen.

Geselliger Abschluss in der Kubitza-Küche

Als Alternative entstand ein paar Jahre später die Idee mit dem Straßenschmuck. „Die Täfelchen sollen Adventsatmosphäre schaffen, damit die Leute auch ankommen in der Altstadt“, erklärt Falk Kubitza zur Absicht. Als Mitglied des Heimatvereins „Jüterboger Land“ legt er Wert auf ein wenig Traditionspflege.

Darüber hinaus hat die jährliche Schmück-Aktion mit den Nachbarn einen weiteren schönen Nebeneffekt. Durch das gemeinsame Anbringen und Abnehmen der Täfelchen, kommen die Anwohner der Nikolaikirchstraße regelmäßig zusammen. Falk Kubitza und seine Frau Bärbel laden die fleißigen Helfer dazu nach getaner Arbeit zu einem kleinen Umtrunk in ihre Küche ein.

Ein gelungener Start in das neue Jahr

Auch Uwe Kropp (65) und sein Sohn Benjamin (34) sind immer mit dabei. In einem ihrer drei Familienhäuser lagern die 24 Täfelchen nun bis zum nächsten Arbeitseinsatz am 28. November. „Das schönste Erlebnis ist immer das Zusammensitzen bei Falk“, sagte Benjamin Kropp am Sonnabend.

Rund zwei Stunden plauderten die Helfer in der Küche der Kubitzas. Dabei wurde viel diskutiert und gelacht. Die Themen: Das Neueste aus der Nachbarschaft, historische Fakten über die Stadt Jüterbog und Anekdoten aus der Vergangenheit. Am Ende stellten alle einstimmig fest: Nach so einem heiteren Start, kann das neue Jahr nur gut werden.

Von Isabelle Richter

Keramik bemalten die Teilnehmer des Kreativabends am Freitag. Seit einem Jahr kommen – vorwiegend – Frauen in den Stadtteiltreff Jüterbog II und widmen sich künstlerischen Projekten. Aus diesem Anlass gab es dann auch ein Gläschen Sekt.

12.01.2020

Der Neujahrsempfang des Karnevalverbandes Mark Brandenburg (KVMB) in Jüterbog war ein voller Erfolg. Stolze 29 Vereine folgten der Einladung ins Mönchenkloster. CCJ-Präsident Axel Richter sieht es als gute Werbung für die Stadt.

13.01.2020

In der DDR hatte Gablona einen glanzvollen Namen: Der Schmuck made im Jüterboger Ortsteil Neuheim wurde in die Sowjetunion und Rumänien exportiert. Mit der Wende kam das Aus. Doch ein Firmenteil hat überlebt.

10.01.2020