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Jüterbog Mitarbeiter entdeckte die Flammen
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog Mitarbeiter entdeckte die Flammen
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20:01 11.06.2018
Die beschädigten Autos auf dem Gelände. Quelle: Foto: Isabelle Richter
Jüterbog

Am Samstag kurz vor Mitternacht haben Brandstifter auf dem Fahrzeugrecyclinghof von Mahmoud Hamdan im Stadtteil Jüterbog II einen weißen Kleinwagen angezündet. Das Fahrzeug ist komplett ausgebrannt. Fünf weitere Fahrzeuge wurden ebenfalls durch die Flammen beschädigt. Die Polizei ermittelt zu den Umständen.

Zeuge hörte auch Stimmen

Gegen 23.50 Uhr rückte die Jüterboger Feuerwehr zum Einsatz aus. Der 49-Jährige Inhaber des Geländes in der Bülowstraße berichtet, er habe erst am frühen morgen von dem Vorfall erfahren. „Ein Kollege wohnt hier gleich um die Ecke und hat das Feuer gesehen“, erklärte Hamdan am Montag. Sein Mitarbeiter rief daraufhin sofort die Feuerwehr. Zudem habe er Stimmen in der Nähe des Tatortes vernommen. Der Zeuge konnte sich am Montag gegenüber der MAZ nicht selbst äußern, da er schon im geplanten Urlaub ist.

Überwachungskamera gibt keine Hinweise

Mahmoud Hamdan vermutet aufgrund der Schilderungen seines Mitarbeiters, dass es sich bei den Tätern um eine Gruppe alkoholisierter Jugendlicher handelte. Der Inhaber der Autoverwertungsstelle kann sich vorstellen, dass das Anzünden des Fahrzeuges eine Art „Mutprobe“ unter den Jugendlichen war. Auf den Videobändern der Überwachungskamera sei wegen der Dunkelheit jedoch nichts zu erkennen, so Hamdan.

Es brannte das erste Mal

Etwa 150 bis 200 Schrottautos stehen bei Mahmoud Hamdan zum recyclen bereit. „Ich bin seit ungefähr 15 Jahren hier, aber so etwas habe ich noch nicht erlebt“, sagte er. Trotzdem habe es auch in der Vergangenheit schon kleinere Straftaten auf dem Gelände gegeben. Hamdan berichtet von kleinen Diebstählen, wie dem Entwenden von Ersatzteilen. Die aktuell vom Brand verursachte Schadenshöhe wurde von der Polizei nicht beziffert. Mamoud Hamdan selbst schätzt den Schaden auf „etwa 500 bis 2000“ Euro. Trotz des Vorfalls wirkte der 49-Jährige am Montag gelassen. Er war eher froh darüber, dass das Ganze noch so glimpflich ausgegangen ist. Denn Benzintanks auf dem Gelände hätten das Feuer noch beschleunigen können.

Kameraden mit Atemschutz im Einsatz

Auch die Feuerwehr musste während der Löscharbeiten einige Schutzmaßnahmen beachten. Zwei Fahrzeuge und insgesamt elf Kameraden waren in der Nacht zu Sonntag im Einsatz, wie Stadtbrandmeister Michael Rinderle am Montag erklärte. Die Feuerwehrleute seien mit Atemschutzgeräten ausgestattet gewesen. „Wenn Plaste und Öl brennt entsteht ein schädlicher Rauch“, so Rinderle dazu.

Polizei sucht weiterhin nach Täter

Die Polizei war in der Tatnacht ebenfalls vor Ort. Bisher gebe es jedoch noch keine neuen Erkenntnisse zu den Tätern oder deren Motiv. Die Kriminalisten versuchen derzeit mit Hilfe von Zeugenbefragungen und den gesicherten Spuren den Fall aufzuklären.

Von Isabelle Richter

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