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Jüterbog Einwohner diskutieren über Flächennutzungsplan
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17:27 08.02.2020
Beim Workshop zum Flächennutzungsplan im Jüterboger Mönchenkloster konnten die Bürger ihre Anmerkungen und Hinweise abgeben. Quelle: Isabelle Richter
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Jüterbog

„Ich bin tatsächlich ein bisschen enttäuscht über die Anzahl der Jüterboger, die sich hier eingefunden haben“, erklärte Bauamtsleiterin Kira Wenngatz am Donnerstagabend im Kulturquartier Mönchenkloster. Nur etwa 15 Bürger erschienen zum Workshop, in dem der Vorentwurf des Flächennutzungsplanes mit integriertem Landschaftsplan sowie der Teil-Flächennutzungsplan „Windenergie“ diskutiert werden sollte.

Viele Bürger erfuhren nur durch Zufall vom Termin

Nachdem der Workshop zu den einzelnen Ortsteilen in der vergangenen Woche gut besucht war, sollte es dieses Mal um die Entwicklung der Kernstadt gehen. Ob das Interesse der Bürger daran schlichtweg nicht so groß war oder der Termin nicht ausreichend kommuniziert wurde, ist unklar. Eine bessere Öffentlichkeitsarbeit landete am Ende des Workshops jedenfalls auch auf der Wunschliste zur weiteren Entwicklung der Stadt.

Bitte um Hinweise zu seltenen Tiere und Pflanzen

Trotz der geringen Teilnehmerzahl waren die abgegebenen Anmerkungen und Hinweise aber konstruktiv genug für die Vertreter der beauftragten Berliner Planungsbüros, um die Pläne dahingehend zu betrachten und zu überarbeiten. An den verschiedenen Thementischen wurde über die Entwicklung von Wohnbauflächen, sozialer Infrastruktur, Mobilität und Verkehr sowie Natur- und Klimaschutz diskutiert.

So suchten die Planer etwa noch nach Informationen zum Vorkommen von seltenen Tieren und Pflanzen in Jüterbog. Einwohner Falk Kubitza wies auf ein Fledermausquartier in den nie in Betrieb genommenen Bahnanlagen im Kappan hin. Landschaftsarchitekt Martin Janotta markierte den Standort im Plan und erklärte: „Das sind Hinweise, die wichtig sind.“

Wunsch nach weniger Leerstand in der Altstadt

Zur allgemeinen Entwicklung innerhalb der Stadt Jüterbog erklärte Karsten Wehmann, dass ein Anstieg der Einwohnerzahlen in den kommenden Jahren nicht zu erwarten sei. Seit 2005 seien sie etwa gleichbleibend. Seine Schlussfolgerung: „Sie brauchen in dieser Stadt nicht wesentlich mehr Bauflächen, als sie jetzt haben.“

Darüber, wo künftig Wohngebiete entstehen sollten und wo eher nicht, wurde intensiv diskutiert. Darüber hinaus gaben die Bürger den Hinweis, den Leerstand in der Jüterboger Altstadt bei der Planung zu bedenken und Lösungen zu erarbeiten, wie man diesen künftig reduzieren könne. Weiterhin wünschten sich die Bürger, dass auch Fußgänger- und Radfahrer stärker in der Planung berücksichtigt werden. Zudem wurde auch eine Anbindung an die Fläming-Skate erneut thematisiert.

Pläne liegen noch bis Ende des Monats aus

Bis zum 28. Februar können die Pläne noch im Bauamt der Stadt am Mönchenkirchplatz in Zimmer 105 eingesehen sowie schriftliche Stellungnahmen dazu abgegeben werden. Im Anschluss werden die Entwürfe überarbeitet und es folgt eine weitere Öffentlichkeitsbeteiligung.

Von Isabelle Richter

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