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Jüterbog FDP-Ortsverband soll wiederbelebt werden
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog FDP-Ortsverband soll wiederbelebt werden
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06:13 02.12.2019
FDP-Politiker Peter Steinert aus Jüterbog Quelle: Uwe Klemens
Jüterbog

Jüterbog war fast 70 Jahre lang eine Hochburg der Liberalen“, sagt Peter Steinert und erinnert daran, dass sowohl der letzte Bürgermeister vor als auch der erste nach der Wende ein liberales Parteibuch besaßen. Die Selbstauflösung des Jüterboger FDP-Ortsverbandes vor vier Jahren sieht Steinert als Folge des bundesweiten Zusammenbruchs der Partei nach der Bundestagswahl 2013.

Der Zeitpunkt scheint gekommen

Jetzt sieht der gebürtige Spandauer, der seit 2017 mit seiner Familie in Jüterbog zu Hause ist, den Zeitpunkt gekommen, die kreisweit langsam wieder an Mitgliedern wachsende FDP in Jüterbog zu etablieren. „Die Meinung, dass es schade ist, dass es die FDP in der Stadt nicht mehr gibt, habe ich in vielen Gesprächen herausgehört“, sagt der 33-jährige IT-Fachmann, der als derzeit einziges, aus Jüterboger stammendes Mitglied des FDP-Ortsverbandes Nuthe-Urstromtal, Luckenwalde, Dahme, Jüterbog zur letzten Kommunalwahl antrat.

„Mit 151 Stimmen habe ich es zwar nicht geschafft, aber ich bin Mitglied des FDP-Kreisvorstandes Teltow-Fläming und stehe dadurch mit vielen Menschen im regen Austausch, die an die Grundwerte liberaler Politik glauben“, sagt Steinert. „Um die Grundwerte zu verwirklichen, muss man nicht bis zur Bundespolitik schauen, sondern kann sich vor Ort dafür einsetzen, optimistisch in die Zukunft zu schauen und darauf zu achten, dass es für alle Menschen genug Chancen gibt, die sie voran bringen“, nennt Steinert, der vor zwei Jahren in die Partei eintrat, als die ihm wichtigsten Eckpfeiler liberaler Politik.

Größte Schnittmenge gefunden

Auf der Suche nach einer Partei, in der es sich aktiv einmischen kann, habe er bei der FDP die größte Schnittmenge zwischen eigenem Weltbild und Grundsätzen gefunden. Dass seine Partei im Bereich der Informatik die größte Sachkompetenz besitze, ist er als IT-Fachmann überzeugt.

Nichts Geringeres als die Wiederbelebung der FDP in Jüterbog hat sich Steinert nun auf die Fahne geschrieben und wirbt auch auf der Internetseite des Kreisverbandes um Mitstreiter. „Bis zur nächsten Kommunalwahl haben wir vier Jahre Zeit, Aufbauarbeit zu leisten. Aber wir müssen nicht so lange warten, um uns aktiv in die kommunale Politik einzumischen“, sagt er. Mögliche Wege seien, auf die Vertreter der einzelnen Fraktionen zuzugehen, Anregungen zu geben und eigene Informationsveranstaltungen zu wichtigen Themen zu initiieren. „Wichtig ist, dass man mit vielen zusammenarbeiten kann. Mit wem genau, hängt von der jeweiligen Grundposition ab, denn manchmal ist der Kompromiss nicht die beste, sondern die schlechteste Lösung“, so Peter Steinert.

Nahverkehr und Kita-Plätze

Als wichtigste Themenfelder sieht Steinert die Verbesserung der städtischen Infrastruktur, vor allem im Stadtteil Jüterbog II, die Entwicklung des Nahverkehrs, vor allem der Verbindungen zwischen der Kernstadt und ihren Ortsteilen, sowie die Schaffung weiterer Kita-Plätze, da die vorhandenen nicht mehr ausreichen.

Dass Jüterbogs derzeitiger Bürgermeister nun mit AfD-Mandat im Präsidium des Städte- und Gemeindebundes sitzt, empfindet Steinert als ungeheuerlich. Noch ungeheuerlicher ist für ihn, dass es dazu kaum kritische Stimmen gibt.

Von Uwe Klemens

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