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Jüterbog MAZ-Reporter eröffnet Fotoausstellung
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08:52 14.12.2019
30 Fotos aus 40 Jahren Fotografie stellt MAZ-Reporter Uwe Klemens seit Donnerstag im Kulturquartier Jüterbog aus. Quelle: Hartmut F. Reck
Jüterbog

Was sind schon 30 Fotos? Und die aus 40 Jahren? Und das an seinem 60. Geburtstag?

Wer am Donnerstagabend zur angekündigten Eröffnung der Fotoausstellung von MAZ-Reporter Uwe Klemens ins Jüterboger Kulturquartier kam, geriet unversehens in eine kleine Geburtstagsfeier. Nicht jedem Besucher der Vernissage war bekannt, dass der Fotokünstler an diesem Tag seinen 60. Geburtstag beging und sich diese Ausstellung quasi selbst zum Geschenk gemacht hatte.

Erste Auswahl zählte 400 Fotos

Diesen Entschluss muss er zwischendurch bereut haben. Wie soll man aus mindestens 10.000 analogen Filmnegativen und noch mal tausenden digitalen Bilddateien 30 Fotos aussuchen für die Ausstellung, die nicht mehr Platz bietet? Die erste Auswahl zählte rund 400 Fotos, die nochmals „eingedampft“ werden musste.

Aus einer Fülle von Fotos der vergangenen 40 Jahre hat MAZ-Reporter Uwe Klemens eine Auswahl von 30 Fotos getroffen, die bis zum 31. Januar 2020 im Kreuzgang der Mönchenkirche im Kulturquartier zu sehen ist. Die Eröffnung fand an seinem 60. Geburtstag statt.

30 Fotos! Lächerlich! So viele Bilder nimmt ein im Pressewesen tätiger Fotograf etwa an einem Tag, vielleicht auch nur in zwei Tagen auf. Doch weniger ist oft mehr, auch wenn’s ruhig doppelt so viele Fotos hätten sein dürfen, die im Kulturquartier hängen.

Die Menschen sind ihm wichtig

Umso besser kann man sich auf jedes einzelne Bild konzentrieren. Vor allem Menschen haben es ihm angetan. Zwar sind auch einige Natur- und Architekturaufnahmen dazwischen, die alle ihren künstlerischen Reiz haben, was Motivwahl, Farben und Belichtung betrifft. Aber die Menschen stehen bei Klemens im Vordergrund.

Er „knallt“ sie nicht gewissenlos „ab“ mit der Absicht, ein gutes Motiv zu erwischen. Nein, er sucht zunächst den Blickkontakt, das stille Einverständnis des zu Fotografierenden, um den Augen-Blick festzuhalten, der dann zum Blickfang wird.

Das Objekt ist entscheidend

So wie er fotografiert, so schreibt er auch als Journalist, indem er gern die klassische Satzbauregel Subjekt, Prädikat, Objekt (also: „Ich fotografiere Sie“) umkehrt in Objekt, Prädikat, Subjekt (also: „Sie fotografiere ich“ – oder besser: „Sie sind es, den/die ich fotografiere.“) Das Objekt ist entscheidend, nicht der Fotograf.

Erst einmal Vertrauen schaffen

Dazu ist Klemens auch viel zu emotional. Er hat besonders durch die Betreuung behinderter Menschen gelernt, auf sie nicht als Subjekt/Objekt zuzugehen, sondern als Vertrauter, der einem nichts böses will. Und er lässt die Kamera auch mal unbenutzt in der Tasche liegen, wenn erst einmal Vertrauen geschaffen werden muss, etwa bei den Hilfsgütertransporten für Kriegsflüchtlinge, an denen er als Fahrer, nicht als Fotograf teilgenommen hat.

Erst das Herz, dann die Kamera

„Erst das Herz, dann die Kamera“, lautet sein Berufsethos. Anteilnahme statt Ablichtung. „Empathie“, so Klemens über Klemens, „hat in meiner Fototasche das größte Fach.“

Das sieht man den Fotos an, und wünscht sich auch diejenigen Aufnahmen zu sehen, auf die er lieber verzichtet hat. Am Ende sind dies für ihn wahrscheinlich die wichtigsten Bilder, die nur er vor seinem geistigen Auge hat.

Von Hartmut F. Reck

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