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Jüterbog Pfarrerin Mechthild Falk geht in den Ruhestand
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog Pfarrerin Mechthild Falk geht in den Ruhestand
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05:38 29.04.2019
Mechthild Falk nach der Darbietung des Kinderchors während des Kindergottesdienstes. Quelle: Antonia Engel
Jüterbog

„Wir feiern das Leben, wir haben eine Hoffnung, die nicht wage ist, sondern fest verbürgt“, predigte Pfarrerin Mechthild Falk. Diese Predigt ist besonders. Es ist nicht nur der erste Sonntag nach Ostern, sondern auch der letzte Gottesdienst für Falk in ihrem Amt als Pfarrerin. Nach 16 Jahren in der Jüterboger Gemeinde geht sie nun in den Ruhestand. „Ich bin überglücklich, in dieser Kirche arbeiten zu dürfen“, sagte sie und schwärmte sowohl von dem Gebäude selbst, als auch von der Gemeinde, die dieses mit Leben füllt.

Die Kleinen wuchsen ihr ans Herz

Eine Gemeinde, die Mechthild Falk 2003 herzlichst willkommen hieß und mit offenen Armen empfing. Die vorher in Lehnin arbeitende Krankenhausseelsorgerin war die zweite Pfarrerin der Gemeinde und lobte die Kirche dafür, dass auch Frauen in diesem Amt stehen dürfen. Falk war vor allem für die Jüngeren und die Mädchen der Gemeinde eine Vertrauensperson, liebte die Zusammenarbeit mit Kindern und ihren Familien. Ereignisse wir die Rüstzeit im Kurort Rathenow und die vielen Kindergottesdienste werden ihr immer im Gedächtnis bleiben, denn besonders die Kleinen der Gemeinde wuchsen ihr ans Herz.

Sie gründete die Flüchtlingshilfe

Auch die 2014 von ihr gegründete Flüchtlingshilfe ist ein Herzensprojekt von ihr, für das sie Spenden anstatt Blumen und Geschenke zum Abschied erbat. Während sich die Erwachsenen daran hielten, überhäufte der Kinderchor sie mit selbst gebastelten Kleinigkeiten. „Wir sind das Salz in der Suppe der Gemeinde“, sangen die Kleinen fröhlich, klatschten und stampften begeistert dazu und überreichten der zu Tränen gerührten Pfarrerin Kuchen, Bilder und Luftballons.

Geschichtsträchtiger Ort

Die Zusammenarbeit mit den Jüngeren war für Falk immer besonderes: „Wenn die Kinder in die Kirche kommen, brauche ich gar nicht mehr viel machen, das macht alles die Kirche.“ So beeindruckt wie die Kleinen der Gemeinde, ist Falk auch noch immer selbst. Voller Ehrfurcht und Respekt erzählte sie von diesem „geschichtsträchtigen Ort, der Zündstelle für die Reformation“, der Nikolaikirche: „Sie ist ein Schatz und es ist eine Gnade, dass sie nie zerstört wurde.“

Sie übergibt einen Schatz

Ein Schatz, der nun in die Obhut eines anderen übergeben wird, an Seiten „eines sehr kompetenten und tollen Pfarrers – Tileman Wiarda – und eines wunderbaren Gemeindekirchenrats, auf den man sich immer verlassen kann.“ Auf den Nachfolger kommen zwar auch die Verwaltung der Finanzen und des derzeitigen Bauprojekts zu, aber ebenso eine offene und herzliche Gemeinde.

„Wohin auch immer Gott mich ruft.“

Nach ihrem Rücktritt wird sich Falk weiterhin die Flüchtlingshilfe Jüterbog, die Umweltarbeit und die Friedensgebeten kümmern. Und dann? „Wohin auch immer Gott mich ruft“, sagte sie und lächelte.

Von Antonia Engel

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