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Jüterbog Schollschüler feiern reiche Ernte
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog Schollschüler feiern reiche Ernte
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18:47 31.10.2019
Beim Erntedankfest präsentierten die Schüler stolz, was sie aus dem Boden gebuddelt haben. Quelle: Isabelle Richter
Jüterbog

Ganz außer Rand und Band waren die Fünft- und Sechstklässler der Jüterboger Geschwister-Scholl-Grundschule am Mittwochnachmittag. Der Grund: Nach langem Warten durften sie beim Erntedankfest im Schulgarten endlich den kompletten Acker durchpflügen und ihr über Monate herangezüchtetes Gemüse begutachten. Das Ergebnis hatte es in sich: Über die riesigen Rote-Beete-Knollen konnten selbst die Erwachsenen nur staunen.

Für die Jüterboger Schollschüler war es die erste Ernte auf dem schuleigenen Acker. Denn die Grundschule nahm in diesem Schuljahr erstmalig am Landesprogramm „Gute gesunde Schule“ teil, welches vom gemeinnützigen Verein „Ackerdemia“ und der AOK Gesundheitskasse unterstützt wird.

Wissen der Schüler hat sich erweitert

Im Rahmen des Projektes „GemüseAckerdemie“ hatten die Schüler im Frühjahr auf einer von der Stadt Jüterbog bereitgestellten Fläche von 200 Quadratmetern rund 25 verschiedene Gemüsesorten ausgesät.

Seitdem haben sich das Wissen und die Einstellung der Schüler zum Thema Gemüse stark verändert. Wie Lehrerin Petra Schmidt berichtet, wüssten mittlerweile wirklich alle Schüler, dass die Lebensmittel aus der Erde und nicht aus dem Supermarkt kommen.

Selbstgekochtes aus dem eigenen Anbau

Während des WAT-Unterrichts wurde das Gemüse – je nach Saison – in der Schulküche zu leckeren Mahlzeiten verarbeitet. „Manchmal duftete es in unserem Haus ganz umwerfend“, erinnert sich Schulleiterin Mechthild Mews. Am Mittwoch zeigte sie sich begeistert von dem Projekt und lobte ihre Kolleginnen und Schüler für die behutsame Pflege der Pflanzen – auch während der Ferienzeit.

Die frisch zubereiteten und gesunden Menüs haben den Kindern trotz jeder Menge Grünzeug offensichtlich gut geschmeckt. „Ich habe öfter von Eltern gehört: Am Wochenende gab es wieder Kartoffelauflauf“, erzählt Petra Schmidt und lacht. Sie findet: In Zeiten von „Fridays for Future“ und den täglichen Diskussionen über Nachhaltigkeit sollten schon die Jüngsten entsprechend aufgeklärt sein. „Ich finde es wichtig, dass die Kinder das miterleben und unterstützen“, so Petra Schmidt.

Auch die Lehrer kannten nicht alle Sorten

Doch nicht nur die Schüler haben bei dem Projekt etwas dazugelernt – auch ihre Lehrer kannten einige Gemüsesorten, wie den im Schulgarten angebauten Palmkohl, noch nicht. „Wir versuchen auch sogenannte alte Sorten anzusäen, die man im Laden gar nicht mehr kaufen kann“, erklärt Miriam Pulli vom Verein Ackerdemia. Zudem seien viele neuartige Gemüsesorten dabei.

Die Ernteergebnisse im Schulgarten konnten sich sehen lassen.

Ihre Kollegin Christiana Henn war seit dem Frühjahr mehrmals persönlich im Schulgarten der Schollschule, um das Ackerprojekt zu begleiten. Die große Begeisterung der Kinder während der Ernte am Mittwoch zu sehen, war für sie ein weiterer Höhepunkt. Denn auch für die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder sei das Projekt wichtig.

Schüler lernen Verantwortung und Wertschätzung

So hätten selbst die Schüler, die es im normalen Schulalltag nicht so einfach haben, ein Erfolgserlebnis im Schulgarten. Darüber hinaus berichtet Christiana Henn: „Die Kinder lernen dabei Verantwortung für etwas zu übernehmen, und auch die Wertschätzung für das Gemüse ist ganz anders. Das selbstangebaute Radieschen schmeckt dann auf einmal doch.“

Die Geschwister-Scholl-Schule möchte das Projekt in Zukunft weiterführen. Für die Überbrückung des Winters gibt es auch schon Ideen: Aus den geerntetem Gemüse sollen die Schüler das Saatgut für die nächste Saison selbst herstellen.

Von Isabelle Richter

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