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Jüterbog Schrottautos gelten nicht als Abfall
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog Schrottautos gelten nicht als Abfall
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20:07 08.10.2019
Wenigstens der Mercedes wurde vorübergehend eingezäunt und soll bald abgeholt werden. Quelle: privat
Jüterbog

Jahrelang ist nichts passiert, doch jetzt scheint Bewegung in die Sache gekommen zu sein. Es geht um die beiden schrottreifen Autos, die seit langer Zeit auf dem Parkplatz hinter der ehemaligen Stadtmühle in Kloster Zinna stehen. Mehrmals erreichten die MAZ Beschwerden von Klosteranern, denen sie ein Dorn im Auge sind. Mehrmals hakte die MAZ nach. Immerhin sind die beiden Autowracks nicht nur kein schöner Anblick, sondern stellen auch eine Gefahr dar.

Kinder spielen im Auto mit Gastank

„Der Mercedes ist nicht abgeschlossen. Die Kinder nutzen ihn gern als Spielgerät“, weiß Anwohner Mischa Jurtzik. Dass sich im offenen Laderaum des Kombis auch noch ein Gastank befindet, hat nun das Ordnungsamt der Stadt Jüterbog endgültig alarmiert. „Das ist natürlich eine Gefahrenquelle“, sagte Amtsleiter Joachim Wasmansdorff gegenüber MAZ. Er schickte gleich seine Mitarbeiterin Mareen Loster los, um den Sachverhalt zu überprüfen, die das bestätigte. Daraufhin wurde noch am Dienstagnachmittag der städtische Bauhof damit beauftragt, einen Bauzaun um dem schwarzen Mercedes zu errichten, was unmittelbar danach auch geschah.

Vorübergehende Maßnahme

Das sei nur eine vorübergehende Maßnahme, betont Wasmansdorff. Für ihn ist klar: „Das Auto muss woanders hin.“ Deshalb werde die Stadt wohl oder übel einen Abschleppdienst beauftragen müssen. Schließlich kostet das alles Geld, weshalb die Stadt gehofft hatte, dass der Landkreis als zuständige Abfallbehörde für den Abtransport der beiden Pkw sorgen wird.

Das städtische Ordnungsamt hatte zunächst im Frühjahr rote Punkte auf die Heckscheiben der beiden Autos geklebt mit der Aufforderung, die Fahrzeuge zu entfernen. Nach Ablauf der gesetzten Frist wurde der Landkreis informiert, der zunächst die Halter ausfindig machte und sie anschrieb. Doch die reagierten überhaupt nicht.

Fehlende „Abfalleigenschaft

„Nach unseren Ermittlungen sind die Fahrzeuge in Kloster Zinna im Heimatland Polen noch zugelassen“, teilte Uwe Strahl, der für Abfall zuständige Sachgebietsleiter im Kreis-Umweltamt der MAZ mit. Deshalb seien sie bisher nicht beseitigt worden. „Erst wenn die Abfalleigenschaft für uns zweifelsfrei geklärt ist, werden die Fahrzeuge entfernt“, so Strahl. So lange aber diese „Abfalleigenschaft“ nicht gegeben sei, habe der Kreis keine Rechtsgrundlage, irgendetwas zu unternehmen. Somit liegt der „schwarze Peter“ wieder bei der Stadt.

Was nun aber mit dem grünen Opel-Van gleich neben dem jetzt eingezäunten Mercedes passiert, ist noch unklar. Er wurde seit mindestens anderthalb Jahren nicht mehr bewegt. Und aus in seinen Fensterritzen wächst bereits das Moos.

Von Hartmut F. Reck

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