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Jüterbog Siegerin aus Dahme liest für ihren Opa
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog Siegerin aus Dahme liest für ihren Opa
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00:20 30.01.2019
Die Teilnehmer und Jurymitglieder des diesjährigen Regionalausscheides des bundesweiten Vorlesewettbewerbes. Quelle: Isabelle Richter
Jüterbog

 Knapper hätte das Ergebnis beim diesjährigen Regionalausscheid des 60. bundesweiten Vorlesewettbewerbes nicht sein können. Mit nur einem Punkt Vorsprung setzte sich Sonia Brandner am Samstagvormittag im Jüterboger Mönchenkloster gegen ihre fünf Konkurrenten durch und ist somit offiziell die beste Vorleserin der Region Teltow-Fläming Süd. Die Sechstklässlerin aus Dahme behielt beim Wettbewerb die Nerven und überzeugte unter anderem mit ihrer deutlichen Aussprache und ihrer lebendigen Interpretation ihres Auszuges aus „Alice im Wunderland“.

Auch der Jüterboger Buchhändler Günther Kaim (l.) gratulierte Sonia Brandner zum Sieg. Für sie und die beiden Zweitplatzierten gab es von ihm einen Büchergutschein. Quelle: Isabelle Richter

Neben Sonia Brandner konnten aber auch Colin Hönicke von der Grundschule „Ludwig Achim von Arnim“ in Werbig und Jakob Werner von der Grundschule „Thomas Müntzer“ in Blönsdorf bei der vierköpfigen Jury glänzen. Sie teilten sich mit insgesamt 86 Punkten den zweiten Platz – ebenfalls dicht gefolgt von Sophie Berg von der Jüterboger Geschwister-Scholl-Grundschule und Mia Josefin Neukirch von der Jüterboger Lindenschule.

Die Buchauswahl der jungen Vorleser war in diesem Jahr besonders bunt gemischt und reichte von John Greens Bestseller „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ bis hin zum DDR-Kinderbuch „Die dicke Tilla“. Nach der ersten Runde wurde den Grundschülern dann das Buch „Das Geheimnis des Bücherhüters“ überreicht. Nacheinander mussten sie daraus verschiedene Textstellen vorlesen, ohne sie vorher geübt zu haben.

Jakob Werner konnte die Jury in Jüterbog ebenfalls überzeugen. Er landete gemeinsam mit Colin Hönicke auf dem zweiten Platz. Quelle: Isabelle Richter

Am Ende des Wettbewerbs sagte Marina Eichberg: „Es war erstaunlich, wie gut sich alle Kinder geschlagen haben.“ Die Lehrerin für Deutsch, Französisch und Russisch am Goethe-Schiller-Gymnasium verteilte neben dem Jüterboger Buchhändler Günther Kaim dem Vorjahressieger Nick Atlas unter anderem die Punkte. Auf einen klaren Favoriten nach Gefühl konnte sich die Jury nicht sofort einigen. Am Ende musste deshalb die Gesamtpunktzahl entscheiden. Sonia Brandner erntete dort insgesamt die höchste und bekam das Siegerbuch „Knietzsche und das Hosentaschen-Orakel“ von den Bibliothekarinnen Carola Langer und Carmen Eike sowie einen Büchergutschein von Günther Kaim überreicht. Für alle weiteren gab es Bücher und ebenfalls zwei Gutscheine für die Zweitplatzierten.

Nächste Station: Luckenwalde

Zu ihrem ersten Platz erklärte Sonia Brandner: „Ich bin erleichtert und freue mich auf die nächste Runde.“ Trotz der großen Überraschung habe die Elfjährige insgeheim auf den Sieg gehofft. Denn Sonia Brandner will ihn einer besonderen Person widmen. „Ihr Opa war Bibliothekar und immer sehr darauf bedacht, dass die Kinder viel lesen“, erzählt Sonias Mutter Antje. Im November 2018 musste sich die Familie jedoch von ihm verabschieden. „Deshalb wollte ich gewinnen“, so Sonia Brandner nach der Siegerehrung.

Vielleicht gelingt es ihr ja sogar bis in das Bundesfinale am 26. Juni in Berlin zu kommen. Zuvor muss sie ihr Können aber erst einmal am 23. Februar beim Kreisentscheid in Luckenwalde unter Beweis stellen. Dort hat die Zwölfjährige die Chance, sich weiter für die Bezirksentscheide zu qualifizieren. Einen Tipp gibt es dafür auch noch von Vorjahressieger Nick Atlas: „Bevor es losgeht, einfach mal tief durchatmen.“

Von Isabelle Richter

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