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Jüterbog Stadt sichert die erste Schlossbude
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog Stadt sichert die erste Schlossbude
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07:00 30.06.2019
Baustellenbereich vor der Schlossstraße 16. Quelle: Uwe Klemens
Jüterbog

Das Vorhaben der Stadt Jüterbog, die leerstehenden und stark verfallenen Ruinen in der Jüterboger Schlossstraße – besser bekannt als Schlossbuden – wieder nutzbar zu machen, nimmt Fahrt auf. Nachdem der Hauptausschuss Anfang April in seiner nicht öffentlichen Sitzung den Kauf des Häuschens mit der Nummer 16 beschlossen und zugleich den Auftrag für die Beräumung und Sicherung vergeben hatte, wird aktuell bereits an der Aufarbeitung der ersten Ruine gearbeitet.

Seit Montag ist der Straßenbereich vor dem Häuschen für den Verkehr halbseitig gesperrt. Die Bau- und Sicherungsmaßnahmen sollen insgesamt etwa vier Wochen andauern.

Fachgerechter Aus- und Abbau

Schon auf den ersten Blick in das Objekt wird klar: Dort gibt es noch einiges zu tun. In den Räumen des leerstehenden Häuschens liegt viel Schutt und Gerümpel; auch das Dach ist stark beschädigt. Zur Maßnahme erklärt Bürgermeister Arne Raue (WsJ) auf MAZ-Nachfrage im Detail: „Lose Bauteile, wie Konstruktionshölzer, Deckenfüllungen, Dachziegel, loses Mauerwerk und der stark geschädigte Außenputz werden fachgerecht ab- und ausgebaut, wiederverwendbare Materialien gesichert.“

Genaue Angaben zum Kostenumfang möchte Raue nicht machen. Allerdings würden die Sicherungsmaßnahmen über das Bund-Länder-Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ zu 100 Prozent gefördert.

Schutz vor dem endgültigen Verfall: Die Ruine in der Schlossstraße 16 wird aktuell gesichert. Quelle: Isabelle Richter

Nicht den heutigen Wohnstandards entsprechend

Ziel der Arbeiten sei perspektivisch, das Haus wieder in Nutzung zu bringen. Als erste wichtige Handlung empfahl eine Expertengruppe bei ihrem Besuch der Stadt Ende 2017 die Sicherung der Schlossbuden, um zunächst einmal den vollkommen Verfall der Ruinen zu stoppen. Neben der Nummer 16 sollen künftig auch weitere Schlossbuden gesichert werden.

Seit Jahren gelten die Schlossbuden als Problemimmobilien. Bei den Häusern handelt es sich um historische Wohngebäude aus dem 18. Jahrhundert, die sich im Denkmalbereich der erweiterten Altstadt befinden. Mit ihren nur knapp 40 Quadratmeter Wohnfläche und niedrigen Deckenhöhen entsprechen sie jedoch nicht mehr den heutigen Standards.

Zum Wohnen ungeeignet und stark verfallen: Die Schlosssbuden gelten seit Jahren als Problemimmobilien. Quelle: Isabelle Richter

Dass die Schlossbuden künftig aber als wohnumfeld-verträgliches Kleingewerbe oder als Kreativwerkstätten genutzt werden könnten, sei dagegen schon eher denkbar und würde zudem den historischen Stadtkern weiter aufwerten. „Dazu bedarf es aber in weiteren Schritten erst noch viel Öffentlichkeitsarbeit und Schaffung von Baurecht über die Bauleitplanung“, sagt Arne Raue.

Mithilfe eines städtebaulichen Wettbewerbs für das Sanierungsgebiet Jüterbog Damm wurde bereits der erste Schritt getan. Dabei wurde im Mai einer von zehn eingereichten Vorschlägen zum Gewinner gekürt und die Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentiert.

Von Isabelle Richter

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