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Jüterbog Nach geplatztem Techno-Event: Jetzt meldet sich Veranstalter aus Ingolstadt zu Wort
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog Nach geplatztem Techno-Event: Jetzt meldet sich Veranstalter aus Ingolstadt zu Wort
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20:16 27.11.2019
Während der Projektvorstellung am vergangenen Wochenende in Jüterbog II, erklärte der Shotevent-Geschäftsführer Andreas Werla, dass er bereits die nächsten Großveranstaltungen plant. Quelle: Isabelle Richter
Jüterbog

Nachdem die MAZ in der vergangenen Woche über die Hintergründe zum geplatzten Techno-Event in Jüterbog II berichtete, meldet sich nun ein Veranstalter aus Ingolstadt zu Wort. Daniel Melegi ist Geschäftsführer der megazin Media Verlag GmbH und DJ. Seit 2010 organisiert seine Firma das größte Indoor-Festival in Süddeutschland unter dem Namen „Winterbeats“ in Ingolstadt, bei dem 2014 auch Westbam aufgetreten war.

Gegenüber der MAZ erklärt Daniel Melegi: „Die Marke Winterbeats ist von uns eingetragen. Diese Marke darf auch dementsprechend nicht einfach so verwendet werden.“ Als Beweis legte er der MAZ eine Urkunde der Bundesrepublik Deutschland vor – unterschrieben von der Präsidentin des Deutschen Patent- und Markenamtes.

Marke seit 2016 beim Patentamt eingetragen 

Laut Urkunde ist der Name „Winterbeats“ als Marke am 20. September 2015 angemeldet und am 4. Mai 2016 eingetragen worden. Inhaber ist die megazin Media Verlag GmbH. Warum der Veranstalter des kurzfristig abgesagten Events in Jüterbog, Andreas Werla, den Namen für sein Event genutzt hatte, weiß Daniel Melegi nicht. Allerdings sagt er: „Der Veranstalter in Jüterbog wäre sicherlich bei der Eingabe „Winterbeats“ in Google oder Facebook auf unser Festival gestoßen, hätte er es getan. Schließlich haben wir jedes Jahr etliche Besucher aus ganz Deutschland und auch aus Berlin sowie dem Umkreis.“

Werla: Markenname in falscher Kategorie angemeldet

Auf MAZ-Nachfrage bei Andreas Werla antwortete dieser: „Die Marke Winterbeats bezieht sich auf die Nizza-Klasse 32 (Getränke). Die Anmeldung für die Marke als Event (Unterhaltung und Bewirtung) wurde vom DPMA zurückgewiesen und die Akte wurde vernichtet.“

Daniel Melegi bestätigte, dass es die Nizza-Klassen gibt. Allerdings könne er nicht genau nachvollziehen, wonach das Patentamt bei der Einteilung in die jeweiligen Klassen verfährt. Dass Markennamen für Veranstaltungen der Nizza-Klasse 32 zugeordnet werden, sei laut Melegi aber kein Einzelfall. „Nature One zum Beispiel findet sich in derselben Nizza-Klasse wie Winterbeats und ist das größte Festival seiner Art in Deutschland“, so der Ingolstädter zum Hintergrund.

Melegi versteht Vorgehen von Jüterboger Unternehmer nicht

Zu der Reaktion vom Veranstalter in Jüterbog erklärt er: „Das zeigt, dass Herr Werla sich bewusst dazu entschieden hat, den Namen Winterbeats – trotz Anmeldung beim Patentamt – wissentlich zu verwenden. Das ist dann ein Vorsatz und der ist wiederum – meines Wissens – strafbar.“

Hinzu käme laut Daniel Melegi der Fakt, dass Andreas Werla sich durch das Nichtbuchen der Künstler und deren Ankündigung ebenfalls strafbar gemacht und dem Namen Winterbeats absichtlich geschadet habe. „Diese Kombination von vorsätzlichen Verstößen ist schwer zu verstehen“, erklärte der Veranstalter abschließend.

Von Isabelle Richter

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