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Jüterbog Freundeskreis bangt um Image
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14:50 12.07.2019
Das Museum Kloster Zinna und die Destille sind ein beliebter Besuchermagnet. Über die eingeschränkten Öffnungszeiten ärgern sich jetzt jedoch die ersten Touristen. Quelle: Hartmut F. Reck
Kloster Zinna

Der Freundeskreis Mönchenkloster sorgt sich um den touristischen Zulauf und das Image der Stadt Jüterbog. Der Grund: Seit Anfang Juni gibt es weitere Schließtage im Museum Kloster Zinna. Mittlerweile ist der beliebte Anziehungspunkt für Besucher nur noch von Mittwoch bis Samstag geöffnet. Am Montag, Dienstag und Sonntag bleiben die Türen dagegen geschlossen – und das auch noch zur Hauptsaison. Welche Folgen das für die Stadt hat, legte der Förderverein vor Kurzem in einem öffentlichen Schreiben dar.

Demnach musste in diesem Jahr bereits 30 Busgruppen, die sich schon auf eine Führung durch das Klostermuseum gefreut hatten, abgesagt werden. Darüber hinaus liege den Mitgliedern des Freundeskreises Mönchenkloster bereits ein erster Beschwerdebrief von einer Reisegruppe aus Düsseldorf vor. Der Freundeskreis fordert deshalb ein schnelles Handeln.

Auswirkung auf Tourismus und Gastgewerbe

Zum öffentlichen Brief erklärt Sigrid Lehmann: „Es ist ein Denkanstoß mit dem Hinweis, dass man auf dieses Problem reagieren sollte.“ Die Vorsitzende des Freundeskreises sowie ihre Mitstreiter befürchten einen enormen Imageschaden sowie extreme finanzielle Einbußen, wenn nicht bald eine Lösung gefunden werde. Zudem kritisieren sie, dass die Stadt sich seit der Übernahme der Schaudestillerie Anfang des Jahres nicht ausreichend Gedanken über die Personalsituation gemacht habe.

„Es gibt nur drei Teilzeitbeschäftigte“, berichtet Sigrid Lehmann. Dies sei eindeutig zu wenig, um Museum und Destille zu den gewohnten Öffnungszeiten personell abzudecken. Über die erneute Reduzierung der Schließzeiten um zwei Wochentage sagt Lehmann: „Wir befürchten, dass es eindeutig einen Touristenrückgang geben wird. Kloster Zinna ist nun mal der Magnet, der zieht. Und wenn die Leute dort ausbleiben, hat das auch Auswirkungen auf den Tourismus in Jüterbog und auf die Hotels, Pensionen und die Gastronomie.“

Erste Gespräche mit politischen Vertretern

Abhilfe bei der Lösung des Problems sollen nun die Stadtverordneten schaffen. Erste Gespräche mit einzelnen politischen Vertretern habe es bereits gegeben. Momentan befindet sich das Gremium allerdings in der Sommerpause. Die Mitglieder des Freundeskreises Mönchenkloster wollen in den nächsten Wochen jedoch dafür sorgen, dass das Thema danach so schnell wie möglich auf den Tisch kommt. Immerhin sei bereits der Umbau und die Umgestaltung des Kloster- und Webermuseums in Planung. Wenn bis dahin aber weder das nötige Personal zur Verfügung gestellt, noch das touristische Image aufrechterhalten werde, wäre am Ende wohl der ganze Aufwand umsonst.

Von Isabelle Richter

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