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Jüterbog Stadt Jüterbog kauft Fuchsberge-Gelände
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19:42 21.03.2019
Altes Tor zur Brachfläche des ehemaligen Kasernengeländes Fuchsberge an der Straße Fuchsberge in Jüterbog. Quelle: Uwe Klemens
Jüterbog

Die Stadt Jüterbog hat über ihr Tochterunternehmen, die Wohnbaugesellschaft Jüterbog (WBJ), das Gelände zwischen Fuchsberge, Millionenbrücke und Bahnanlage gekauft. Das teilte Bürgermeister Arne Raue (parteilos) am späten Donnerstagnachmittag mit. Ein entsprechender Notarvertrag zwischen dem Land Brandenburg und der Gesellschaft war bereits unterschrieben. Der Kaufpreis – ein „höherer sechsstelliger Betrag“, wie es Raue gegenüber der MAZ formulierte – ist bereits geflossen.

„Paukenschlag für das Wachstum“

„Der Kauf der Fläche ist ein Paukenschlag für das weitere Wachstum der Stadt Jüterbog“, sagte er. „Mit dieser sehr weitreichenden, zukunftsorientierten und strategischen Entscheidung hat sich die Stadt Jüterbog die einzige große und unbeplante Fläche im Stadtgebiet gesichert“, schreibt Raue in einer Rundmail, „auf der geordnete Entwicklungen für Wohnen und soziale Infrastruktur möglich sind.“

Böse Überraschungen minimiert

Die Grundlage für diesen Kauf bildete ein entsprechender Beschluss der Gesellschafterversammlung der städtischen WBJ im vergangenen Jahr und ein aktuelles Bodengutachten, das die Gefahr böser Überraschungen durch Munitionsbelastungen und sonstiger militärischer Altlasten zumindest minimiere. Erste Überlegungen, was man mit dem etwa sieben Hektar großen Gelände machen könne, würden innerhalb der Verwaltung bereits angestellt, teilt Raue mit. So gebe es Ideen, dort mittelfristig Wohnflächen zur Verfügung zu stellen, aber auch das neue Feuerwehrdepot zu errichten. Auch liefen Gespräche mit dem DRK über die Unterbringung seiner Fahrzeuge. „Vielleicht ließe sich in diesem Zusammenhang auch der Bauhof verlagern“, ergänzt Raue, „damit ein Technikdepot mit Synergien aller drei Nutzer entsteht.“

Weiterer Kita-Standort

Im Hinblick auf das zu erwartende starke Wachstum von Jüterbog II müsse jetzt auch laut über einen weitere Kita-Standort gesprochen werden, meint der Bürgermeister.

Mit der Beplanung dieser „jungfräulichen Fläche“, so Raue, werde die Wohnbaugesellschaft ein ganz anderes Gesicht bekommen. Ihre Rolle werde sich vom reinen Verwalter zum Entwickler ändern.

Alles ist möglich

Auf der Fläche sei im Prinzip alles möglich. „Wir suchen uns das beste heraus, was am besten zu der Stadt passt und ihren Bedürfnissen entspricht“, so Raue auf Nachfrage der MAZ. Die Stadt könne nur noch in Richtung Norden wachsen, ansonsten gebe es nicht mehr so viel Fläche, die entwickelt werden könnte. Vorstellbar seien neben den schon erwähnten möglichen Depots im hinteren Bereich Wohnblöcke, aber auch Eigenheime.

Viel Vorarbeit geleistet

„Für meine Amtszeit ist das ein echter Paukenschlag und ein Durchbruch unserer bisherigen Bemühungen“, meinte Raue und lobte die Bauverwaltung, die hier viel Vorarbeit geleistet habe.„Das Land hat offensichtlich ein Interesse daran, dass sich diese Kommune weiter entwickelt“, so der Bürgermeister. Er sehe darin auch einen Vertrauensbeweis, „dass man uns als Stadt diese Aufgabe zutraut und die Fläche nicht einem privaten Investor überlasst“.

Das ehemalige Kasernengelände diente im Hollywood-Streifen „Der Pianist“ als Filmkulisse für das zerbombte Warschau.

Von Hartmut F. Reck

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