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Jüterbog Tanzklub begeistert mit Altberliner Charme
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog Tanzklub begeistert mit Altberliner Charme
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18:57 08.07.2019
Die Begeisterung an den Altberliner Tänzen ist ansteckend und steht den Akteuren ins Gesicht geschrieben. Quelle: Uwe Klemens
Altes Lager/ Jüterbog

Schieber-Max und Holzpartie, Berliner Luft und Zickenschulzes Hochzeit – die Gassenhauer unserer Groß- und Urgroßeltern hat man auch über ein Jahrhundert nach ihrem Entstehen noch gut im Ohr. Mit welcher Schrittfolge man auf dem Tanzboden eine gute Figur machte, wissen die wenigsten. Die Altberliner Tänze vor dem Vergessen zu bewahren, haben sich die Mitglieder des Hobbytanzklubs Jüterbog vor 21 Jahren auf die Fahne geschrieben.

Der Hobbytanzklub im HAUS Altes Lager. Quelle: Uwe Klemens

Beim Seniorennachmittag im Niedergörsdorfer Kulturzentrum „Das Haus“ gaben sie am Montagnachmittag erneut Kostproben aus ihrem umfangreichen Repertoire. Denn auch ihr zwanzigjähriges Bestehen hatten die aus Jüterbog und der Gemeinde Niedergörsdorf stammenden Tänzer hier mit einer großen Show gefeiert.

Der Pausenfüller sollte bleiben

Vorläufer des Hobbytanzklubs ist der zu DDR-Zeiten gegründete Jüterboger Tanzkreis Schwarz-Gold, in dem man als Pauseneinlage für ernsthafte Tanzturniere auf die Idee mit den Altberliner Tänzen kam. Als sich der Tanzkreis Anfang der 90er Jahre auflöste, wollten drei Paare zumindest nicht mit den kessen Liedern und Tänzen aufhören. Erika und Henry Denkel, der nicht nur wegen seiner Größe der herausragendste Tänzer ist, sondern auch als Sänger und Moderator eine gute Figur macht, sind als einzige Tanzkreis-Mitglieder und Mitbegründer des Hobbytanzklubs noch heute mit dabei.

Henry Denkel kann nicht nur tanzen, sondern macht auch als Sänger und Moderator eine gute Figur. Quelle: Uwe Klemens

Auch die übrigen vier Paare des Tanzklubs sind nicht nur auf der Bühne, sondern auch im richtigen Leben ein Paar. Mit 61 Jahren ist Mitbegründerin Doris Stark die jüngste, Norbert Heinrich mit 74 der älteste Tänzer. „Wenn wir aufhören, werden die Tänze wohl endgültig in Vergessenheit geraten“, blickt Henry Denkel voraus. Denn mit bis zu 50 Auftritten auf Dorf- und Stadtfesten und bei privaten Feiern macht sich das eigene Alter eben doch bemerkbar, auch wenn sich der Tanzklub in vielen seiner Lieder mit Berliner Schnauze genau darüber augenzwinkernd lustig macht.

Aufhören, wenn’s am schönsten ist

Ganz bewusst haben sich die Hobbytänzer dazu entschieden, sich nicht um Nachwuchs in eigener Sache zu kümmern. Wenn’s am schönsten ist und so lange es noch Spaß macht, soll man aufhören. Und dass es nicht nur ihnen, sondern auch dem Publikum Spaß macht, war beim Seniorennachmittag im Haus zu erleben. Wenn im nächsten Jahr zwei der Tänzer 75 werden, soll Schluss sein.

Von Uwe Klemens

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