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Jüterbog Bürgermeister Raue nimmt Wahl zum Stadtverordneten nicht an
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00:23 14.06.2019
Jetzt steht fest, wer auf den Stühlen im Ratssaal des Jüterboger Rathauses in den nächsten fünf Jahren sitzen wird. Quelle: Peter Degener
Jüterbog

Wie nicht anders zu erwarten, hat Jüterbogs Bürgermeister Arne Raue seine Wahl als Stadtverordneter nicht angenommen. Das tat er als erster und einziger Kandidat bei der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung (SVV). Trotzdem erhielt er mit 1555 Stimmen den größten Zuspruch von allen Kandidaten.

Raue war der Spitzenkandidat der Liste „Wir sind Jüterbog“ (WsJ), die drei Sitze im Stadtparlament erzielte. Hätte er sein Stadtverordnetenmandat angenommen, müsste er nun auf seinen Bürgermeister-Posten verzichten. Als solcher hat er ja schon qua Amt Sitz und Stimme in der SVV.

Von daher war klar, dass er als Kandidat nur angetreten war, um als Zugpferd seiner Liste so viele Stimmen und somit so viele Mandate wie möglich zu bescheren. Mit seinem zurückgegebenen SVV-Mandat kann Raue weiter Bürgermeister bleiben.

Bürgermeisterwahl am 1. September

Die entscheidende Wahl für ihn findet am 1. September gleichzeitig mit der Landtagswahl statt. Dann versucht er, als Bürgermeister wiedergewählt zu werden. Sein Ergebnis bei der Kommunalwahl stimmt ihn jedenfalls schon einmal zuversichtlich.

Für Raue wird in der SVV als erste Ersatzperson auf der Liste der WsJ Rico Walentin nachrücken. Er hatte nach Raue, Alexander Struck und Thomas Stugk die viertmeisten Stimmen der WsJ-Bewerber. Beim Nachrücken geht es nicht nach den Listenplätzen oder dem Alphabet, sondern nach der Anzahl der Wählerstimmen. Nach Auskunft von Wahlleiterin Ines Berginski hat Walentin sein Mandat auch schon angenommen.

Jeder gewählte Kandidat wurde nach der amtlichen Feststellung des Wahlergebnisses schriftlich per Einschreiben über seine Wahl informiert. „Wenn innerhalb von fünf Tagen keine Reaktion kommt, gilt das Mandat als angenommen“, so Iris Berginski.

Bis zum vergangenen Freitagmittag hätte man noch bei ihr persönlich absagen können, oder schriftlich bis Freitagabend. Da der Briefkasten der Stadtverwaltung nach dem Pfingstwochenende aber erst am Dienstagmorgen geöffnet wurde, hätte man noch bis dahin Bedenkzeit gehabt. Doch da war nichts weiter.

Das sind die Abgeordneten:

Somit sitzen nun in der Stadtverordnetenversammlung folgende Abgeordnete:

Für Jüterbog (FJB) sind es Hendrick Papenroth, Jacqueline Becker, Paul Unger und Michael Poser. Für das Bürgerbündnis Jüterbog (BBJ) sind Uwe Hüttner, Mario Felgentreu, Jaqueline Neumann und Ronald Schrank dabei. Die SPD wird vertreten durch Falk Kubitza, Erik Stohn und Gabriele Dehn.

Wir sind Jüterbog (WsJ) wird vertreten durch Alexander Struck, Tomas Stugk und Rico Walentin. Für die AfD sind Max Theilemann, Lutz Krüger und Chris Kaplick in der Stadtverordnetenversammlung, für Die Linke Maritta Böttcher und Ulrike Anders. Den Bauernverband (BV) repräsentieren Uwe Meyer und Siegfried Klute, für die CDU ist Danny Eichelbaum dabei.

Gerald Winzer nimmt Wahl in Fröhden nicht an

Neben der langjährigen Orstvorsteherin von Kloster Zinna, Gabriele Schröder (SPD), die sich aus Enttäuschung über ihr schlechten Wahlergebnisses bei der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung aus dem Ortsbeirat zurückzieht, hat nun auch Gerald Winzer seine Wahl in den Ortsbeirat von Fröhden nicht angenommen. Er war als Einzelkandidat angetreten. Insgesamt gab es vier Einzelkandidaten. Wären sie als gemeinsame Liste angetreten, könnte nun der Kandidat mit den viertmeisten (also wenigsten) Stimmen für Winzer nachrücken. So ist dies nicht möglich. Das bedeutet, dass der Ortsbeirat von Fröhden künftig nur aus zwei Mitgliedern bestehen wird.

Wer jetzt gewählt wurde, ist aber nicht gezwungen, die vollen fünf Jahre dieser Wahlperiode als Abgeordneter zu fristen. „Stadtverordnete und Ortsbeiräte können jederzeit zurücktreten“, sagt Iris Berginski.

Von Hartmut F. Reck

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