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Jüterbog Keine Grundwassergefährdung durch Schotter
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog Keine Grundwassergefährdung durch Schotter
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17:46 07.01.2020
Auch, wenn es keine Umweltgefährdung gibt, bleiben Radeln und Spazierengehen mühsam. Quelle: Uwe Klemens
Jüterbog

„In diesem Zustand für uns nicht mehr nutzbar“, urteilten Mitte Oktober Radfahrer, Wanderer und Spaziergänger über den Feldweg Am Eichgrabenweg, der von der Tränke am Blanken Teich aus in Richtung Ziegeleiteich führt. Im Laufe des Sommers war der von der auch für die Jüterboger Agrargenossenschaft wichtige Feldweg mit geschreddertem Straßenbau-Material aufgefüllt und glattgeschoben worden. Für schmale Fahrradreifen und leichte Sommerschuhe eine Tortur, wie sich herausstellte (MAZ berichtete). Wäre es nicht notwendig gewesen, hätte man es nicht gemacht, konterte damals Bürgermeister Arne Raue (WsJ) mit Verweis auf den schlechten Wegezustand vor dem Schottereintrag.

Prüfung ergab keine Gefährdung

Die Befürchtung, dass das verwendete Material Schadstoffe enthält, die das Grundwasser schädigen könnten, stand im Oktober ebenfalls im Raum, wurde nach eingehender Prüfung durch das Umweltamt des Landkreises nun aber als unbegründet eingestuft. Noch im Oktober hatte die Wasserbehörde eine entsprechende Anfrage der MAZ mit dem Hinweis zurückgewiesen, dass der Vorgang bereits bekannt sei und es während der Ermittlungen keine Stellungnahme gibt.

Strenge Auflagen eingehalten

Anlass der Ermittlungen war die Tatsache, dass sich unterhalb des Eichgrabenweges eine Grundwasser-Schutzzone der Kategorie IIIa befindet, in der strenge Auflagen sowohl für die Nutzung, als vor allem auch für bauliche Maßnahmen gelten. Weder die Einbringung von Abfallstoffen noch die Verwendung schadstoffbelasteter Materialien zur Wegebefestigung sind hier gestattet.

Auf Anordnung des Landkreises wurde das eingebrachte Material nachträglich stichprobenartig entnommen und im Labor auf seinen Schadstoffgehalt untersucht. Vor allem den besonders bedenklichen, polyzyklischen Kohlenwasserstoffen (PAK) galt dabei große Aufmerksamkeit. „Dabei wurde festgestellt, dass es sich bei dem verwendeten Material um Ausbauasphalt ohne Verunreinigungen handelt, das für den ungebundenen Wiedereinbau, auch in Wasserschutzgebieten wie in diesem Fall, uneingeschränkt geeignet ist“, heißt es nun im Abschlussbericht der Behörde.

Von Uwe Klemens

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