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Jüterbog 800-Kilo-Stamm ziert als Maibaum den Markt
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog 800-Kilo-Stamm ziert als Maibaum den Markt
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19:16 28.04.2019
35 Mann waren nötig, um den fast 800 Kilogramm schweren Maibaum in die Höhe zu hieven und dabei ringsum für Sicherheit zu sorgen. Quelle: Uwe Klemens
Jüterbog

Wenn Handwerker anpacken, können sie eine Menge bewegen. Was für das tägliche Handwerk ganz allgemein gilt, gilt beim Maibaum-Stellen erst recht. Zum neunten Mal seit der Wiederbelebung des traditionsreichen Brauchs, hievten sie gestern gemeinsam den gut zwölf Meter langen und knapp 800 Kilogramm schweren Kiefernstamm in die Höhe.

Marktplatz wird zur Festmeile

„Es macht Spaß und es macht Freude zu sehen, wie gut das Fest angenommen wird“, freute sich Kreishandwerksmeister Jörg Günter Peschke zur Begrüßung. Denn wie schon in den Jahren zuvor hatte sich der Marktplatz vor dem altehrwürdigen Rathaus zur Festmeile mit hunderten Besuchern verwandelt. Das Aufrichten des in den Stadtfarben Rot und Weiß bemalten und mit Kranz und Bändern, sowie den Innungs- und Stadtwappen verzierten Baumes gilt mittlerweile als einer der Höhepunkte im Stadtleben.

„Die Kreishandwerkerschaft ist für uns seit langem ein fester und verlässlicher Partner, so dass man also gut sagen kann, dass das ein gemeinsames Fest von Handwerkern und Stadt ist“, würdigte Bürgermeister Arne Raue (WsJ) sowohl die gute Zusammenarbeit, als auch die Vorbereitungen des Maibaum-Stellens, bei denen auch Mitarbeiter der Verwaltung und des Bauhofes einen Anteil haben. Während seines jüngsten Urlaubs habe er in Bayern, dem Land der Traditionspflege, mehrere Maibäume gesehen. Der Jüterboger, so Raue, brauche sich dahinter keinesfalls verstecken.

Mit Gabelstangen an die Märkische Kiefer

Dann übernahmen die Burschen. Rund 35 Mann zeigten, was in ihnen steckt. Meter für Meter wurde die Märkische Kiefer mithilfe von gabelförmig gebundenen Stangen in die Senkrechte bugsiert. Etwa 30 Minuten später steckte der Maibaum fest in seiner einen Meter tiefen Bodenhülse und wurde mit Keilen fixiert, damit er bis zum Oktoberfest alle etwaigen Stürme überdauert. Den Beifall der Zuschauer und den Becher Bier, den Raue und die Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft, Vilma Trempler, im Anschluss kredenzten, hatten sie sich reichlich verdient.

Traditionspflege und Zukunftssicherung

Der zweite Teil des Festes gehörte dem bunten Treiben. An zahlreichen Ständen lockten regionale Unternehmen, Innungen, Handwerksbetriebe, Kindereinrichtungen und die Jugendwehr zum Mitmachen, Mitknobeln und warben ganz nebenbei für ihr Metier. „Denn es ist natürlich nicht so, dass bei uns jeden Tag zwanzig Bewerber vor der Tür stehen, sondern das Gegenteil ist der Fall und das Handwerk ist dringend auf junge Frauen und Männer angewiesen“, erläuterte Peschke, warum das Maibaumstellen nicht nur Traditionspflege, sondern zugleich auch ein Stück Zukunftssicherung ist.

Während die Sernower Trachtentänzerinnen stolz ihren Bändertanz und natürlich auch die Annemarie vorführten und Kindergarten-Kinder ihre neuen Lieder präsentierten, konnte sich Jung und Alt auf dem Markt amüsieren oder ihr eigenes, handwerkliches Geschick unter Beweis stellen.

Ihre Erleichterung gestand die Handwerker-Chefin am Schluss. In anderen Gegenden sei es üblich, dass der vorbereitete Maibaum ein oder zwei Nächte zuvor gestohlen wird, so dass dort mittlerweile Nachtwachen aufgestellt werden. „Zum Glück“, so Trempler, „gibt es das bei uns (noch) nicht.“

Von Uwe Klemens

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