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Jüterbog „Mischung aus Springsteen und Harald Schmidt“
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog „Mischung aus Springsteen und Harald Schmidt“
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07:03 11.09.2019
Heinz Rudolf Kunze spielt am Freitagabend in der Nikolaikirche in Jüterbog. Quelle: foto: Martin Huch
Jüterbog

Heinz Rudolf Kunze ist einer der bekanntesten deutschen Liedermacher, der sich aber auch als Schriftsteller, Rocksänger und Musicaltexter einen Namen gemacht hat. Mit seinem neuesten Soloprogramm „Wie der Name schon sagt“ tritt er am Freitag, dem 13. September, um 20 Uhr in der Nikolaikirche in Jüterbog auf. MAZ sprach mit ihm über das, was sein Publikum zu erwarten hat.

MAZ: Herr Kunze, sagt Ihnen Jüterbog etwas?

Heinz Rudolf Kunze: Na ja, das ist eine Stadt südwestlich von Berlin. Stimmt’s? Da gab’s doch auch schwere Waldbrände, oder?

Durchaus! In Jüterbog, das hat der erst kürzlich stattgefundene Bürgermeisterwahlkampf wieder gezeigt, ist die Bevölkerung spätestens seit dem Zuzug vieler Flüchtlinge ziemlich gespalten. Kann es sein, dass die Kirche, die Sie ja eingeladen hat, da eine gewisse Aussage von Ihnen erwartet?

Das wichtigste, egal wo ich auftrete, ist für mich, dass ich keine Vorschriften machen will. Ich singe und spreche über das, was mir durch den Kopf geht, um selber daraus Schlüsse zu ziehen. Ich will auf keinen Fall belehren oder gar bekehren! Als gelernter Gymnasiallehrer – dieses Schicksal blieb mir glücklicherweise erspart, weil die Musik dazwischen kam – will ich den Menschen nichts eintrichtern.

Aber Sie sind doch bekannt dafür, auch klare Ansagen zu machen.

Ich biete Gedanken an. Ja, zum Teil auch recht drastische.

Was für ein Programm erwartet Ihre Besucher in Jüterbog?

Um es verkürzt zu sagen: eine Mischung aus Springsteen solo on Broadway und Harald-Schmidt-Show. Es besteht aus einem Flügel, drei Gitarren, einer Mundharmonika und mir. Ich singe Lieder aus den Jahren 1981 bis heute und erzähle viel. Dies wird der kabarettistische Teil. Und das wird beileibe nicht unpolitisch, aber hoffentlich gibt es auch etwas zu lachen, was heutzutage aber auch etwas grimmig ausfallen kann.

So grimmig wie die Stimmung hier im Osten?

Was viele ja nicht wissen: Ich stamme selber aus dem Osten, aus dem heute polnischen Teil von Guben. Da kommen jedenfalls meine Eltern her. Da gibt es viele Verwandte. Ich habe sehr viel Verständnis für die Menschen im Osten. Ich kann ihre Wut, ihre Verzweiflung, ihren Zorn nachvollziehen. Ich lehne aber diese eine Wahlentscheidung ab. Da suchen die Menschen nach Lösungen an der falschen Stelle.

Welches wäre denn die richtige Stelle?

Bei allen anderen Parteien. Bei welcher von ihnen bleibt jedem selber überlassen. Selbst habe ich durch meine Tätigkeit bei der Enquetekommission „Kultur in Deutschland“ des Bundestags Kontakte von den Linken bis zur CSU.

Sie treten in Jüterbog wieder in einer Kirche auf. Was unterscheidet das von anderen Sälen?

Solche sakralen Räume wirken oft Ehrfurcht gebietend und somit auf viele etwas hinderlich beim Lachen. Ich kann aber versichern, dass es auch in Kirchen durchaus lustig werden kann.

Was darf man denn unter dem Titel Ihres Programms „Wie der Name schon sagt“ verstehen?

Nun, das ist eine gewisse Koketterie mit meinem Namen. Die Vornamenkombination ist sozusagen ein Alleinstellungsmerkmal. Wohingegen der Nachname vor allem im Osten nicht ganz ungewöhnlich ist.

Karten gibt es im Gemeindebüro am Planeberg 71 in Jüterbog sowie an der Abendkasse.

Von Hartmut F. Reck

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