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Jüterbog Meeresforscher setzt sich in Vorträgen für Umwelt ein
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12:12 28.03.2019
Robert Marc Lehmann beantwortete nach seinem Vortrag noch viele Fragen seiner Zuhörer. Quelle: Uwe Klemens
Jüterbog

Zu einem Ausflug zu den Schätzen der Natur hatte Meeresbiologe Robert Marc Lehmann zu Wochenbeginn ins Jüterboger Kulturquartier eingeladen. Zwei Vormittage und einen Abend lang entführte der 36-Jährige seine Zuhörer an die schönsten Orte der Erde, die angesichts der globalen Umweltzerstörung oftmals auch die schrecklichsten sind.

Tauchgänge mit Haien

Aufnahmen von seinen Tauchgängen mit Haien, Orcas, Schildkröten und von seinen Begegnungen mit heimischen und exotischen Wildtieren stellt Lehmann krasse Bespiele für die Zerstörung dieser Schönheit gegenüber. Viele seiner Aufnahmen und Schilderungen sind starker Tobak. Die Orang-Utan-Babies etwa, deren Mütter bei lebendigem Leib verbrannten, die an den Augenhöhlen aufgehängten Schildkröten, das qualvolle Sterben der Meeressäuger am Plastikmüll sind Bilder, die man nicht vergisst.

Dass die Ursachen der Umweltzerstörung auch im heimischen Supermarkt zu finden sind, gehört zu Lehmanns Botschaften. Ob im Schleppnetz oder geangelter Fisch, macht einen enormen Unterschied. Auch Reste von Haushaltschemikalien und der Plastikmüll gehören zu den Übeln.

Lehmann will aufrütteln

Um aufzurütteln, spricht Lehmann seit fünf Jahren weltweit vor Schülern und Erwachsenen. „Immer mehr Menschen entwickeln das Gespür, dass es sie unmittelbar betrifft“, hat er beobachtet. Dabei muss man sich nicht gleich im tropischen Regenwald mit Wilderern oder auf hoher See mit Raubfischern anlegen. Daheim Vögel zu beobachten und ein Gespür für die Einzigartigkeit jedes Lebewesens zu entwickeln, dem Leid der Tiere in Zoos und Zirkussen ade zu sagen, Müll zu vermeiden und ihn vielleicht sogar aus dem Wald zu räumen, und beim Einkauf die Herkunft der Produkte genau zu hinterfragen, seien ein guter Anfang.

Sichtlich bewegte Schüler

Die Grundschüler, die Lehmann in Jüterbog lauschten, waren sichtlich bewegt. „Ich esse nie wieder Fisch“, zeigte sich Schülerin Emma aus Werbig berührt. „Ich werde mit meinen Eltern darüber sprechen und denke, dass wir etwas an unseren Lebensgewohnheiten ändern werden“, lautete das Fazit der zwölfjährigen Scholl-Schülerin Leny.

Von Uwe Klemens

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