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Jüterbog Nabu warnt: Teiche sind ausgetrocknet
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog Nabu warnt: Teiche sind ausgetrocknet
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16:09 21.05.2019
Ausgetrocknet: Den alten Pontonteich der Sowjet-Armee konnte man früher nicht trockenen Fußes durchqueren. Quelle: Gerhard Maetz
Grüna

Kammmolch, Ringelnatter, Grasfrosch und Erdkröte: Ein paar Tiere konnten die Mitglieder vom Naturschutzbund (Nabu) noch finden. Nach dem trockenen Jahr 2018 machen sie sich allerdings Sorgen um die Artenvielfalt in Teltow-Fläming. Die alljährliche „Tümpeltour“ im Frühjahr bestätigte nun ihre Vermutungen.

„Die Trockenheit des vergangenen Jahres und des Winters haben zu einem starken Absinken des Grundwasserstandes geführt“, sagt Nabu-Mitglied Gerhard Maetz.

Gerhard Maetz ist Mitglied im Naturschutzbund. Quelle: Victoria Barnack

Seit den 1990er Jahren ist die Gruppe aus Jüterbog und Luckenwalde schon in der Region unterwegs. „Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Erfassung von Amphibien“, erzählt Maetz, „aber auch alles andere was ,kreucht und fleucht, wird mit notiert.“

Der Nabu sammelt damit belegbare Zahlen, um das Verschwinden oder die Wiederansiedlung verschiedener Arten nachweisen zu können. In diesem Jahr widmeten sich die Mitglieder der Rotbauchunke in den Röthepfühlen im Naturschutzgebiet Forst Zinna-Jüterbog-Keilberg.

Im Naturschutzgebiet bei Jüterbog sind seit den 1990er Jahren Feuchtgebiete entstanden. Quelle: Stiftung Naturlandschaften Brandenburg

Dass die Naturschützer auf dem ehemals militärischen Gelände überhaupt Tiere beobachten können, bedurfte einer jahrzehntelangen Vorarbeit.

„In den Jahren 1996 bis 1998 wurden im Rahmen von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen durch die Neuheimer Arbeitsfördergesellschaft das Grabensystem zum Grünaer Röthpfuhl und zu den Röthepfühlen wiederhergestellt“, erinnert sich Gerhard Maetz. Noch einmal mehr als zehn Jahre dauert es anschließend, um dasselbe auch beim Bischofspfuhl und seinem Zulauf zu erreichen. Im Herbst 2014 reinigten schließlich Mitarbeiter der Stiftung Naturlandschaften den Wasserdurchlauf von Hand, so dass die Röthepfühle inzwischen gut bewässert werden.

Die Rotbauchunke ist selten geworden in Teltow-Fläming. Quelle: Gerhard Maetz

„Nur noch ein kleiner Pfuhl mit Wasser“

Vor genau drei Jahren führte Maetz erstmals eine Expertengruppe zu den seltenen Froschlurchen in das NSG zwischen Grüna und Luckenwalde. „Damals führten die Teiche noch Wasser, so dass die Teilnehmer einen vielstimmigen Chor der Rotbauchunken vernehmen konnten“, erzählt er.

Inzwischen bot sich der Gruppe ein ganz anderes Bild dar: „Bei der diesjährigen Tümpeltour war nur noch ein kleiner Pfuhl im großen Gebiet der Röthepfühle mit Wasser bespannt.“

Die Sowjet-Armee hatte den Pontonteich einst als Übungsstrecke für Panzer angelegt. Quelle: Gerhard Maetz

Wie angespannt die Wettersituation ist, verdeutlichte die Lage am Pontonteich. Den hatten die sowjetischen Truppen einst ausgebaggert und mit Pontons für das Panzerfahrschulgelände versehen. „Jahrelang lagen die Reste der Pontons unter Wasser“, berichtet Maetz, „nun konnte man sie trockenen Fußes erreichen.“

„Bleibt zu hoffen, dass die Trockenheit nicht weiter anhält“

Eine erfreuliche Entdeckung konnten die Naturschützer bei ihrer Tümpeltour nördlich von Grüna aber doch machen: Die vor einigen Jahren ausgebrachten Kästen für Fledermäuse sind gut angenommen worden. Sowohl Zwergfledermäuse als auch Abendsegler sind inzwischen auf der ehemaligen Militärfläche heimisch geworden.

„Doch auch ihnen werden in diesem Jahr die Mücken und andere wassergebundene Insekten fehlen“, sagt Gerhard Maetz. „Bleibt zu hoffen, dass die Trockenheit nicht weiter anhält.“

Von Victoria Barnack

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