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Jüterbog Neuer Stadtteiltreff in Jüterbog II eröffnet
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01:16 28.09.2018
Stadtplanerin Alexandra Valentin vor den neuen Räumen des Quartiersmanagements in der Brückenstraße. Quelle: Victoria Barnack
Jüterbog

Der Stadtteil Jüterbog II soll lebenswerter werden: Dieses ambitionierte Ziel verfolgt die Verwaltung, seit das alte Militärquartier vor fast genau drei Jahren in das FörderprogrammSoziale Stadt“ aufgenommen wurde. Ob der Stadtteil seitdem tatsächlich lebenswerter geworden ist? „Viel hat sich bisher leider noch nicht getan“, sagt Stadtplanerin Alexandra Valentin auch vor dem Hintergrund der ins Stocken geratenen Sanierung der Lindenstraße.

Seit Dienstag hat Jüterbog II immerhin einen eigenen Stadtteiltreff. Immer mittwochs von 15 bis 18 Uhr wird Alexandra Valentin in den frisch sanierten Räumen in der Brückenstraße 3 vor Ort sein und mit einer Kollegin für Interessierte und Ratsuchende bereit stehen. „Perspektivisch sollen sich die Einwohner diesen Ort aber ganz aneignen“, sagt sie.

Viele Interessierte kamen zur Eröffnung des Stadtteiltreffs. Quelle: Victoria Barnack

Mit dem neuen Standort, der zentral im Stadtteil liegt, habe sie schon zu Beginn ihrer Arbeit in Jüterbog II geliebäugelt, berichtet Valentin. Seit genau einem Jahr gibt es die Sprechstunden für Anwohner. Bisher fanden sie allerdings vormittags im Jugendclub statt. „Sehr versteckt und zu keiner passenden Uhrzeit“, wie die Mitarbeiterin sagt. In der Brückenstraße  3 ist der neue Stadtteiltreff nun wie auf dem Präsentierteller gelegen. Mit einer Ausstellung über die Geschichte von Jüterbog II, einer Stadtführung und einer kleinen Feier wurde das Büro des mit Fördermitteln finanzierten Quartiersmanagements am Dienstag auch offiziell eröffnet.

„Kein soziokulturelles Zentrum sondern Anregung zur Selbsthilfe“

Den Bürgern sollen die 170 Quadratmeter künftig frei zur Verfügung stehen. Kostenfreie Vorträge, kleine Sportgruppen, Spielenachmittage und Einwohnerversammlungen kann sich Alexandra Valentin darin vorstellen. „Es soll allerdings kein soziokulturelles Zentrum werden, sondern eine Anregung zur Selbsthilfe“, erklärt die Stadtplanerin. Räume, in denen sich die Einwohner zwanglos treffen konnten, hätten bisher gefehlt.

Der Stadtteiltreff könnte sozialer Schwerpunktort im Stadtteil Jüterbog II werden. Quelle: Victoria Barnack

Die ersten Anfragen aus der Bevölkerung bestätigen das. Sie kommen allerdings vorwiegend von Senioren. „Bisher sehe ich auf den Straßen und auch hier beim Quartiersmanagement vor allem die älteren Generationen“, berichtet Alexandra Valentin. Dass die Anlaufstelle grundsätzlich angenommen werde, sei zwar gut. Doch Jüterbog II zeichnet sich – im Gegensatz zu den anderen Teilen der Stadt – vor allem durch seine junge Bevölkerung aus.

Fördermittel für lokale Projekte gut angenommen

Gut angelaufen ist hingegen bereits die Arbeit des noch jungen Quartiersrats. Seit November 2017 besprechen die acht Mitglieder regelmäßig die wichtigsten Themen ihres Stadtteils. „Sie treffen sich außerdem immer dann, wenn es neue Anträge für unseren Aktionsfond gibt“, sagt Valentin. Fünf Projekte wurden seit Jahresbeginn bereits mit bis zu 250 Euro gefördert, darunter die Begrünung des Bahnhofs, ein Kochprojekt im Jugendclub und die Bastelstrecke beim Sommerfest in Jüterbog II. Insgesamt stehen jährlich 2500 Euro Fördermittel für lokale Initiativen bereit.

„So gut wie in Jüterbog läuft der Fonds in anderen Städten nicht an“, berichtet Alexandra Valentin. Sie hofft, dass sich mit der verbesserten Präsenz des Quartiersmanagements künftig alle Altersschichten im Stadtteiltreff einfinden.

Jüterbog II in Zahlen

1035 Menschen leben laut der jüngsten Zahlen im Stadtteil Jüterbog II. Das sind rund acht Prozent der Einwohner der gesamten Stadt.

Der Ausländeranteil liegt bei 5,6 Prozent und damit über dem gesamtstädtischen Durchschnitt. Der Anteil der Doppelstaatler – überwiegend Russlanddeutsche – liegt bei zehn Prozent.

Aufgrund der günstigen Mieten ist der Stadtteil besonders bei jungen Familien und Haushaltsgründern beliebt. Das spiegelt sich in der Altersstruktur wider. Rund 22 Prozent der Bewohner sind unter 18 Jahren alt. Der Jüterboger Durchschnitt liegt bei 15 Prozent.

Der Seniorenanteil in Jüterbog liegt bei rund zwölf Prozent und damit deutlich unter dem gesamtstädtischen Anteil. In ganz Jüterbog sind 26,5 Prozent aller Einwohner 65 Jahre und älter.

Von Victoria Barnack

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