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Jüterbog Storchennachwuchs auf dem alten Dorfkonsum
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog Storchennachwuchs auf dem alten Dorfkonsum
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08:16 13.07.2019
Von der Mauer des Nowakschen Grünstückes aus kann man gut beobachten, was der Storchennachwuchs in seinem Nest so treibt. Quelle: Uwe Klemens
Neuhof

Die Neuhofer brauchen sich um den Nachwuchs anscheinend keine Sorgen zu machen. Etwa 20 Kinder im Alter von drei bis fünfzehn Jahren leben derzeit in dem zu Jüterbog gehörenden Dorf. Auch das Schnabel-Klappern, das nun schon den dritten Sommer zu hören ist, halten Ortsvorsteher Uwe Meyer und Bernd Kreibich vom Ortsbeirat für ein gutes Omen. „Ob es bei den gerade aus Berlin zugezogenen jungen Leuten tatsächlich fruchtet, müssen wir abwarten. Bei mir selbst ist das Thema durch“, so Kreibich mit verschmitztem Lächeln.

Der schlechte Ruf blieb haften

Als vor drei Jahren zum ersten Mal Störche über dem Dorf kreisten und nach einem Nistplatz Ausschau hielten, waren alle im Dorf ganz aus dem Häuschen und voller Hoffnung, dass sie sich niederlassen, erzählen die beiden. „Etwa seit 30 Jahren hatten wir keine Störche mehr. Die letzten gab es zu DDR-Zeiten, wurden aber von russischen Soldaten mit der Kalaschnikow von ihrem Horst geschossen“, erinnert sich Kreibich und vermutet, dass Neuhof deshalb lange Zeit unter Störchen einen schlechten Ruf als gefährlicher Ort hatte.

Putzen, Fressen, Flügel recken – mehr braucht ein Jungstorch im Sommerquartier nicht zum Glücklichsein. Quelle: Uwe Klemens

Einwohner Kamillo Nowak war dann der erste, der die Initiative ergriff und die Neubesiedlung nicht dem Zufall überlassen wollte. Mit einer langen Leiter und einem Strick bewaffnet stieg er auf den Schornstein des ehemaligen Dorfkonsums. Nicht, weil er es als vierfacher Familienvater besonders nötig hätte, sondern einfach aus Tierliebe. Hoch oben auf dem Geländer der Schornsteinfegerleiter befestigte Nowak ein altes Wagenrad mit 1,20 Metern Durchmesser und legte noch ein paar Äste obendrauf, damit die Störche glaubten, dass dies ein bereits erprobtes Sommerquartier sei.

Der Kampf hat sich gelohnt

Doch die Zeit zum Nestbau und zum Brüten reichte im ersten Jahr noch nicht. Umso größer war dann die Freude, als am 1. April im Jahr darauf lautes Klappern die Rückkehr der Störche verkündete. Sogar gegen Mitbewerber musste sich das Storchenpaar durchsetzen, um sein Sommerquartier mit guter Panorama-Aussicht zu verteidigen. Dass sich der Kampf gelohnt hat, sahen Nowak und seine Nachbarn dann zur Brutzeit und ein paar Wochen später, als zwei Jungstörche ihre Schnäbel aus dem Nest reckten.

„Schöner als Frühstücksfernsehen“ beschreibt Nowak das morgendliche Ritual, wenn die Familie aus dem Küchenfenster nach den immer kräftiger werdenden Störchenjungen sahen. „Auch ich gucke jeden Morgen, wenn ich aus dem Haus gehe, zu den Störchen, zu denen ich inzwischen eine feste Beziehung habe“, sagt Sandra Leffler.

Vom Dach des Nachbarhauses hat Adebar den Nachwuchs gut im Blick. Der Baulärm direkt vor dem Haus scheint ihn nicht zu stören. Quelle: Uwe Klemens

Auch anderen Neuhofern geht es so. „Wenn es ganz heiß ist, stellen viele sogar Wasserbottiche in ihren Garten, damit die Störche etwas zu trinken haben“, sagt Meyer, der mit dem Handy sogar ein Video von Störchen an der Tränke gemacht hat.

Drei Junge warten im Nest aufs Flügge-Werden

Nach den beiden Jungstörchen des ersten, und dem einen des letzten Jahres, wohnen nun die Storchenkinder vier bis sechs über dem alten Konsum.

Von Uwe Klemens

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