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Jüterbog Brot und Salz für die Neuankömmlinge
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18:40 09.02.2020
Neuhofs Ortsvorsteher Uwe Meyer (r.) und der Ortsbeirat begrüßen Stephanie Endrikat und Alexander Kreibich (m.) mit Brot und Salz. Quelle: Uwe Klemens
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Neuhof

Das nächste Projekt für die Dorfgemeinschaft im Jüterboger Ortsteil Neuhof sollte ein Backofen sein. Mit der Geste des Überreichens von Brot und Salz eröffnete der Ortsbeirat an diesem Wochenende eine neue Tradition, mit der künftig alle Neubürger des Ortes begrüßt werden sollen. Das Brot hierfür kam diesmal noch vom Backshop.

Ein Fünftel der Einwohner sind Kinder und Jugendliche

Mit Stephanie Endrikat und ihrem Lebensgefährten Alexander Kreibich, sowie Pia Trempler und ihrem Freund André Merz ist die Dorfgemeinschaft nun um weitere vier auf 116 Einwohner angewachsen. „Dass darunter so viele Kinder sind, ist natürlich besonders schön“, freut sich Ortsvorsteher Uwe Meyer, der vor genau zehn Jahren wegen der ruhigen Lage Neuhofs aus Jänickendorf hier herzog. Mit 20 Kindern und Jugendlichen sind etwa ein Fünftel der Einwohner minderjährig. Ob das am Storchennest auf dem Schornstein des alten Dorfkonsums liegt, weiß niemand so genau.

Direkt daneben wohnen nun Stephanie Endrikat und Alexander Kreibich, die seit sieben Jahren ein Paar sind und bislang in Luckenwalde wohnten. „Aber wir wollten schon lange aufs Dorf“, sagt die 32-Jährige. „Welches Dorf, mussten wir nicht lange überlegen, denn Alexander stammt von hier und wollte gerne in sein Heimatdorf, das auch mir sehr gut gefällt, zurück“, erzählt die gebürtige Berlinerin.

Doppelrolle für Bernd Kreibich

Als im vergangenen Jahr ein Baugrundstück frei wurde, griffen die beiden zu. Sehr zur Freude von Kreibichs Vater Bernd, der nun in der Doppelrolle als Vater und als Mitglied des Ortsbeirates das Pärchen ganz offiziell mit begrüßte.

Etwa ein halbes Jahr dauerte der Bau des Eigenheimes – Zeit genug, um die Dorfgemeinschaft kennen zu lernen und sich bereits ins Dorfleben einzubringen. „Wir wurden sehr herzlich aufgenommen und es ist sehr schön, dass jeder jeden kennt“, schwärmt Endrikat. „Die Begrüßung mit Brot und Salz war eine weitere, sehr schöne Geste und wir fühlen uns noch ein Stück mehr willkommen“, ergänzt Kreibich.

Einige Nachbarn waren sogar schneller gewesen als der Ortsbeirat und hatten das junge Paar gleich nach dem Einzug drei Tage vor Weihnachten mit Brot, Salz und einem Blumenstrauß begrüßt. „Jetzt, wo der Hausbau abgeschlossen ist, können wir uns dem nächsten Projekt widmen“ sagen beide und blicken augenzwinkernd in Richtung Storchennest.

Fünf Flugsekunden vom Storchennest

Fünf Flugsekunden entfernt sind seit Anfang Januar auch Pia Trempler, die aus Luckenwalde stammt, und der gebürtige Prignitzer André Merz, der zuletzt in Jüterbog wohnte, zu Hause. Seit fünfeinhalb Jahren sind die 26-jährige Bürokauffrau und der 30-jährige Arbeitsvorbereiter ein Paar. „Für uns war klar, dass wir uns für unser gemeinsames Zuhause ein Dorf suchen, in dem es schön ruhig ist und das möglichst so liegt, dass wir beide unsere Arbeitsorte Luckenwalde und Jüterbog gut erreichen können“, beschreibt Merz den Beginn ihrer Suche.

Auf der Webseite der Stadt entdeckten die beiden im vergangenen Jahr das zum Verkauf ausgeschriebene Baugrundstück. „Das war eigentlich nur eine schöne Wiese, auf der ab und zu ein paar Ziegen standen, aber es war wunderschön“, schwärmt Trempler noch immer vom ersten Eindruck.

Vom ersten Augenblick an schön

Noch schöner wurde es nach dem Beginn des Hausbaus und dem Knüpfen der ersten Kontakte im Dorf. „Alle waren total herzlich zu uns und sehr offen“, erzählen die beiden. „Die heutige Geste, uns mit Brot und Salz willkommen zu heißen, war sehr überraschend und natürlich sehr, sehr schön“, ergänzt Pia Trempler. „Und Kinder wird es sicher auch irgendwann geben“, so die Neu-Neuhoferin.

Von Uwe Klemens

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