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Jüterbog Seniorenverband löst sich auf
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19:36 02.01.2019
Alfons Neuhaus, Brigitte Adler, Gerda Lechner und Gisela Kämmer (v.r.) gehören zu den Gründungsmitgliedern des Ortsverbandes. Quelle:  
Jüterbog

Mit dem Jahr 2018 ist in Jüterbog eine Ära zu Ende gegangen: Die Ortsgruppe des brandenburgischen Seniorenverbandes hat sich aufgelöst.

„Es hat sich niemand mehr gefunden, der im Vorstand mitarbeiten wollte“, erklärt Alfons Neuhaus. Der Jüterboger war eines der Gründungsmitglieder im Jahr 1991 und seit 1992 Vorsitzender der Ortsgruppe.

„Schöne Stunden der Erinnerung“

Wehmütig blickt Neuhaus auf die 27 Jahre in der Seniorenarbeit zurück. „Es gibt schöne Stunden der Erinnerung voller Gemütlichkeit und Frohsinn“, sagt er. Der Alltag im Ortsverband war seit den Gründungsjahren von einem vielfältigen Freizeitprogramm geprägt.

„Dieses erstreckte sich über Fortbildungsmaßnahmen, Reisen, Kegel- und Spielenachmittage, Radwanderungen, gemütliches Beisammensein und Wahlveranstaltungen mit Kandidaten aller Ebenen von Kommune bis Europaparlament“, berichtet Alfons Neuhaus. Bis zuletzt seien die Aktivitäten stets gut angenommen worden, so der langjährige Vorsitzende.

Alfons Neuhaus (81)will sich künftig mehr seinem Hobby, der Gartenarbeit, widmen. Quelle: Peter Degener

„In lockerer Runde wollen sich einige von uns weiterhin treffen“, erzählt er etwa über die Kegler. Denn auf ihre Freizeitaktivitäten wollen viele Senioren nicht verzichten. „Wir haben unseren Mitgliedern empfohlen, sich anderen Seniorenvereinigungen anzuschließen“, sagt Alfons Neuhaus. Auch er wird wahrscheinlich einer Organisation beitreten.

Dass die Senioren in Jüterbog bald keine Stimme mehr haben, befürchtet er nicht. „Es gibt den Behindertenverband, die Awo, die Volkssolidarität, das Nachbarschaftsheim“, sagt er. Dort sei die ältere Generation gut aufgehoben.

„Junge Senioren haben heute andere Interessen“

Fast 60 Mitglieder zählte der Ortsverband noch im Dezember 2018, bevor er sich ebenso wie sein Dachverband im Land Brandenburg zum Jahresende auflöste. „In den besten Zeiten hatten wir sogar bis zu 108 Mitglieder“, erinnert sich Alfons Neuhaus. Doch weil es bei den Jüterboger Senioren seit einigen Jahren an Nachwuchs fehlt, ist nun Schluss beim Ortsverband. Schon seit einiger Zeit war Neuhaus ohne Stellvertreter im Amt tätig. „Die Mitglieder wurden älter. Die jungen Senioren haben heute andere Interessen“, sagt Neuhaus. Er selbst war 58 Jahre alt, als er den Vorstandsvorsitz in Jüterbog übernahm. Zuletzt war auch das jüngste Mitglied im Seniorenverband noch sieben Jahre älter als er damals.

Nicht nur in Jüterbog litt die Vereinigung für Ruheständler und Rentner zuletzt unter personellen Problemen. Zum 31. Dezember hat sich auch der landesweite Brandenburgische Seniorenverband (BSV) aufgelöst, weil sich nicht ausreichend Mitglieder für die Arbeit im Vorstand finden ließen.

Von Victoria Barnack

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