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Jüterbog Platz im Gewerbegebiet wird Mangelware
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog Platz im Gewerbegebiet wird Mangelware
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00:28 18.05.2018
Im Gewerbegebiet am Luckenwalder Berg gibt es gerade mal einen Hektar unverkaufte Fläche. Alternative Standorte für Investoren sind Mangelware. Quelle: Uwe Klemens
Jüterbog

Das Jüterboger Gewerbegebiet Luckenwalder Berg ist an seiner Kapazitätsgrenze angelangt. „In den letzten zwei Jahren haben wir extrem viel verkauft, sodass auf der 25 Hektar großen Flächen nur noch zwei Hektar übrig sind, wovon einer bereits reserviert ist“, berichtet Christian Seiler, der seit genau einem Jahr in der Stadtverwaltung für den Bereich Wirtschaftsförderung zuständig ist.

Investoren aus Nah und Fern

Zu den neuen Investoren gehören nicht nur Unternehmen aus der Hauptstadt-Region, wie der Lebensmittelproduzent „Gastro Consult“, der sich bereits Ende 2016 ein etwa ein Hektar großes Grundstück sicherte. Auch einheimische Unternehmer, die sich vergrößern wollen, haben auf dem Luckenwalder Berg bereits Grundstücke gekauft. Das Reinigungsunternehmen Koplin beispielsweise, das bereits im Gewerbegebiet ansässig ist, möchte noch in diesem Jahr mit der Bebauung weiteren Areals beginnen.

Ebenfalls in den Startlöchern steht die deutschlandweit tätige Raumgestaltung Schandert GmbH, deren Firmenzentrale in der Mönchenstraße aus allen Nähten platzt. Neben einem Bürokomplex soll auf dem Luckenwalder Berg auch eine moderne Lagerhalle entstehen.

Anfragen im Wochentakt

Mietanfragen für Lagerhallen oder entsprechende Bauanfragen gäbe es am meisten, wöchentlich mindestens eine, sagt Seiler. Bei der Vergabe sei man zurückhaltender, da man für das Gewerbegebiet vor allem produzierendes Gewerbe sowie regionale, mittelständische Unternehmer auf Wachstumskurs im Blick habe, so der Wirtschaftsförderer.

„In Sachen Investitionswilligkeit beim Kauf von Immobilien und Gewerbeeinheiten ist die Stadt mittlerweile auf der Überholspur“, fasst Bürgermeister Arne Raue (parteilos) die Entwicklung zusammen. Die Hände in den Schoß legen könne die städtische Wirtschaftsförderung aber nicht. Im Gegenteil. „Als Stadt müssen wir gucken, auch in Zukunft nicht den Anschluss verpassen“, sagt Raue, „Jüterbog lebt vor allem von den kleinen und mittleren Unternehmen. Wenn es für sie eines Tages keinen Platz mehr gibt, sich auszuweiten, gehen sie weg, was wir natürlich nicht wollen.“ Der Arbeitsauftrag an seinen Wirtschaftsförderer ist deshalb klar und heißt, sich nach alternativen Gewerbestandorten umzuschauen.

Ausschau nach Alternativen beginnt

Die Idee, das Gewerbegebiet Luckenwalder Berg durch Flächenzukauf in Richtung Umgehungsstraße einfach zu vergrößern, wurde inzwischen verworfen, da die Jüterboger Agrargenossenschaft die Fläche nicht entbehren kann. „Derzeit sind wir mit der Agrargenossenschaft im Gespräch über den Zukauf von Flächen im Gewerbegebiet an der Baruther Chaussee“, sagt Seiler vorsichtig optimistisch.

Dass das Land den Kommunen bei der Entwicklung von Gewerbeflächen stärker unter die Arme greifen müsse, darin sind sich Bürgermeister und Wirtschaftsförderer einig, verstehen aber auch den Grund für die Zurückhaltung. „Beleuchtete Wiesen gibt es schließlich genug“, sagt Raue mit Blick auf die kaum am realistischen Bedarf orientierte Förderung in den 90er Jahren.

Bülowstraße auf dem Weg zur Erfolgsgeschichte

Eine Erfolgsgeschichte werden könnte auch die Entwicklung des Gewerbegebietes Bülowstraße im Stadtteil Jüterbog II. Oberhalb des Schützenplatzes habe ein Großinvestor, der sich deutschlandweit auf die Wiedernutzbarmachung denkmalgeschützter Bausubstanz spezialisiert hat, bereits eine leerstehende Halle und weitere Gebäude erworben.

Geplant ist die Errichtung einer schallgeschützten Indoor-Schießanlage für bewaffnete Behörden und Vereine. Es wäre mit einer 1000-Meter-Schießbahn zugleich Europas längste Anlage. Durch den Schallschutz wäre es möglich, auf dem übrigen Gelände Freizeitanlagen, Wohnungen und Beherbergungsbetriebe zu errichten. In Vorgesprächen habe sich auch die Baugenehmigungsbehörde aufgeschlossen gezeigt, so Raue. Klärungsbedarf gebe es beim Denkmalschutz.

Von Uwe Klemens

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