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Jüterbog Polizeieinsatz: Spielende Kinder auf den Bahngleisen in Jüterbog
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Polizeieinsatz: Spielende Kinder auf den Bahngleisen in Jüterbog

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16:00 23.02.2021
Gleise bergen viele Gefahren. Nicht nur Züge stellen eine Gefahr für das eigene Leben dar.
Gleise bergen viele Gefahren. Nicht nur Züge stellen eine Gefahr für das eigene Leben dar. Quelle: DPA
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Jüterbog

Am vergangenen Wochenende musste die Bundespolizei insgesamt zwölf Kinder in Gewahrsam nehmen. Die Kinder spielten unerlaubt im Bereich von Bahngleisen in Jüterbog, wie die Polizei berichtet.

Am Freitagnachmittag hatte ein Passant beobachtet, wie sich mehrere Kinder im Bereich von Gleisanlagen am alten Rangierbahnhof in Jüterbog aufhielten. Er rief daraufhin die Polizei. Den Polizisten gelang es mit Unterstützung eines Diensthundes sowie eines Polizeihubschraubers, mehrere Kinder an einem alten Bahngebäude und in einem angrenzenden Waldgebiet aufzuspüren.

Insgesamt nahmen die Polizisten an diesem Tag acht Kinder im Alter zwischen zehn und 13 Jahren in Gewahrsam. Nach entsprechenden Belehrungen übergaben die Einsatzkräfte die Kinder anschließend an ihre Erziehungsberechtigten.

Erneut spielende Kinder auf den Gleisen beim S-Bahnhof Wartenberg

Doch damit hatte sich der Vorfall leider noch nicht erledigt. Sonntag in den Nachmittagsstunden erhielt die Bundespolizei nämlich erneut Anrufe. Wieder ging es um spielende Kinder, die sich bei den Gleisen herumtrieben.

Alarmierte Einsatzkräfte der Polizei Berlin trafen kurz darauf in der Nähe des S-Bahnhofs Wartenberg vier Jungen im Alter zwischen zehn und 13 Jahren, die dort auf dem Gleis saßen. Bundespolizisten übernahmen die Angelegenheit und übergaben die vier Kinder, nachdem sie sie über die Gefahren im Bahnverkehr und auf Bahngebieten belehrt hatten, an ihre Erziehungsberechtigten.

Nach den beiden Vorfällen, die beide gut ausgegangen sind, warnt die Bundespolizei eindringlich in einer Pressemitteilung vor dem unberechtigten Betreten von Bahnanlagen.

Gefahren werden häufig unterschätzt

Gleise sind keine Spielplätze und es besteht Lebensgefahr, sich dort aufzuhalten. Die Polizei berichtet davon, dass es immer wieder vorkommt, dass vor allem Kinder und Jugendliche die Gefahren für das eigene Leben und das Leben der anderen unterschätzen und auch in der Vergangenheit bei Bahnanlagen gespielt haben. Damit gefährden Kinder und Jugendliche sich selbst und andere.

Sich an oder auf den Gleisen aufzuhalten, ist leichtsinniges Verhalten, so die Polizei. Neben den tödlichen Gefahren des Bahnstroms gibt es weitere Gefahrenquellen, die vom Zugverkehr und von den Betriebsanlagen ausgehen. Insbesondere Kinder und Jugendliche unterschätzen häufig die möglichen Folgen ihres Verhaltens, wenn sie an den Gleisen spielen.

Von MAZonline