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Jüterbog Sitz-Berechnung begünstigt AfD und WsJ
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog Sitz-Berechnung begünstigt AfD und WsJ
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01:15 01.06.2019
Das Sitzverteilungsverfahren für die Jüterboger Stadtverordnetenversammlung, die künftig im Ratssaal tagen wird, schlägt tendenziell zugunsten der konservativen Kräfte aus. Quelle: Hartmut F. Reck
Jüterbog

Mit ihren 2742 Stimmen bei der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung (SVV) hat die SPD zwar kein glänzendes, aber unter den gegebenen Umständen immerhin ein ganz ordentliches Ergebnis erzielt. Nutzen tut das den Sozialdemokraten aber recht wenig. Denn sie liegen in der neuen SVV gleichauf mit der Bürgermeister-Wahlliste „Wir sind Jüterbog“ (WsJ), die 2230 Stimmen erzielte, also 512 weniger als die SPD, und dem Newcomer AfD mit seinen 1970 Stimmen, was eine Differenz von 772 Stimmen gegenüber der SPD ausmacht. Beide Fraktionen werden mit jeweils drei Stadtverordneten genauso groß sein wie die der SPD.

Dividieren und multiplizieren

Der Grund dafür ist die als Hare/Niemeyer-Verfahren bezeichnete Berechnungsart. Demnach wird die Stimmenzahl jeder einzelnen Partei oder Kandidatenliste durch die Gesamtzahl der abgegebenen Stimmen geteilt und mit der Zahl der zu vergebenden SVV-Sitze (22) multipliziert. Dabei kommen natürlich fast immer krumme Zahlen heraus. Die Zahl, die vor dem Komma steht, ist jeder Partei oder Gruppe an Sitzen sicher. Im Fall der Jüterboger Wahl blieben dann aber noch vier Sitze unbesetzt. Die werden schließlich denjenigen Gruppen zugeteilt, die hinter dem Komma die höchste Zahl beziehungsweise den höchsten Divisionsrest haben. Davon profitierten der Bauernverband (BV), die WsJ, das Bürgerbündnis Jüterbog (BBJ) und die AfD. Somit begünstigt dieses Ergebnis mehrheitlich das eher konservative Lager.

FDP geht leer aus

So kommt es, dass nach der Berechnung FJB mit 19,0 Prozent und BBJ mit 15,7 Prozent jeweils vier Sitze im Stadtparlament haben werden. Jeweils drei Sitze bekommen SPD (15,4 Prozent), WsJ (12,5 Prozent) und AfD (11,0 Prozent). Jeweils zwei Sitze gehen an die Linke (10,5 Prozent) und den BV (9,0 Prozent). Nur einen Sitz erhält die CDU (6,0 Prozent), die damit noch nicht einmal einen Fraktionsstatus erhält, es sei denn, sie schließt sich einer anderen Fraktion an. Mit nur 151 Stimmen (0,8 Prozent) geht die FDP leer aus.

Wahlbeteiligung von 58,18 Prozent

Diese offiziellen Zahlen teilte am Dienstagabend Wahlleiterin Iris Berginski mit. Demnach nahmen von den 10.641 Wahlberechtigten 6.191 Bürger an der Wahl teil. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 58,18 Prozent. 137 Stimmzettel waren ungültig. 17.840 gültige Stimmen wurden abgegeben, was bedeutet, dass einige Wähler nicht ihre volle Stimmenzahl ausgenutzt haben. Jeder Wähler konnte drei Kreuzchen machen, entweder bei einem Kandidaten oder auf mehrere verteilt.

Von Hartmut F. Reck

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