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Jüterbog Russische Märchenstunde am Gymnasium
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18:07 16.01.2020
Nur mit vereinten Kräften ist es zu schaffen, die Rübe aus der Erde zu reißen. Schade, dass diese nur aus Pappe ist. Quelle: Uwe Klemens
Jüterbog

Opa und Oma, Enkel und Enkelin ziehen und ziehen und schaffen es nicht. Erst als Hund und Katze mit zupacken, kommt die große Rübe zum Vorschein. Das russische Volksmärchen „Das Rübchen“ kennt wohl auch hierzulande jeder. Wenn am morgigen Sonnabend das Jüterboger Gymnasium zum Tag der offenen Tür einlädt, ist die lustig in Szene gesetzte Minigeschichte eines von drei Märchen, dass die Mädchen und Jungen der Klasse 10c den Besuchern präsentieren.

Botschafter für das Schulprofil

Die auch ohne Sprachkenntnisse leicht zu verstehenden Inszenierungen sind ein guter Botschafter für das Schulprofil. Denn bis heute gehört das Gymnasium zu den weiterführenden Schulen, deren Schüler die Möglichkeit haben, statt Französisch Russisch als zweite Fremdsprache zu wählen. Wie viel Spaß das machen kann, wollen die Zehntklässler nun den Besuchern zeigen.

„Märchen sind zwar nicht das, was ich selber gerne lese, weil mir das Ende immer zu vorausschaubar ist, aber sie sind eine gute Möglichkeit, die Kultur und Geschichte des Landes kennen zu lernen und Vokabeln zu lernen“, sagt Isabell, die im Rübchen-Stück die Katze spielt, obwohl sie im „richtigen Leben“ eher Hunde mag. Dass die 15-Jährige zu den fünf Schülern in ihrer Klasse gehört, deren Eltern aus Russland stammen, macht die Sache mit der richtigen Aussprache deutlich einfacher.

Russische Märchen für die Geschwister

Auch für die perfekte Aussprache von Erzählerin Veronika Dreibach ist die Herkunft ihrer Eltern die Erklärung. „Zu Hause sprechen wir ausschließlich Russisch und ich lese meinen jüngeren Geschwistern gerne auch russische Märchen vor, denn ich weiß, dass Kinder sowas mögen“, erzählt die 16-jährige Jüterbogerin, deren Eltern nach Deutschland kamen, als sie gerade mal ein Jahr alt war.

Davon, dass Russisch eine wichtige Sprache ist und dass es sich auch für Deutsche lohnt, sie zu lernen, ist Veronika fest überzeugt. „In allen slawischen Ländern kommt man mit Russisch viel weiter als mit anderen Fremdsprachen“, weiß sie aus den Berichten ihrer Eltern und in Kasachstan lebenden Verwandten.

„Nach der Schule möchte ich wieder nach Russland zurückgehen, weil mir die Mentalität der Menschen dort sehr gefällt und ich mich unter ihnen viel wohler fühle als hier“, sagt Veronika.

Land der Gastfreundschaft

Wenn ihre Schülerin solche Sätze sagt, weiß Lehrerin Anna Tusche genau, was gemeint ist. Wie Veronika, war auch die 27-Jährige ein Jahr alt, als ihre Eltern mit ihr aus Russland nach Deutschland kamen und nach Luckenwalde zogen, wo die heutige Lehrerin zweisprachig aufwuchs. Wenn Tusche über die Kultur und die Menschen in Russland zu schwärmen beginnt, spüren ihre Schüler schnell auch die Begeisterung. Zu den ihr besonders wichtigen Erfahrungen im gar nicht so fernen Russland gehört die dort überall präsente Gastfreundschaft. Das eine Jahr während ihres Studiums, das sie in Russland verbrachte, um an einer Uni Deutschunterricht zu geben, war eines ihrer wichtigsten.

Beim Tag der offenen Tür am Sonnabend gibt es zwischen 10 und 13 Uhr natürlich auch Einblicke in die anderen Unterrichtsangebote des Gymnasiums. Neben Informationen zum Englisch-, Französisch- und Latein-Unterricht erhalten die Besucher Einblick in die naturwissenschaftlichen, künstlerischen, sportlichen und Freizeitangebote der Schule.

Von Uwe Klemens

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