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Jüterbog „Russischer Musiksommer“ im Abtshof
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog „Russischer Musiksommer“ im Abtshof
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07:08 12.07.2019
Initiator und Moderator Heinz Wehmeier (r.) mit den Akteuren des „Russischen Musiksommers“ im Jüterboger Abtshof. Quelle: Uwe Klemens
Jüterbog

Versöhnungsarbeit mit Hilfe von Musik leistet die in Wittenberg ansässige Deutsch-Russländische Gesellschaft seit 27 Jahren. Konzertreisen von jungen, aus Russland und Weißrussland stammenden Musikern geben in jedem Jahr hiesigen Besuchern Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen und zum Eintauchen in eine fremde Kultur. Abstecher in die Flämingregion sind fester Bestandteil jeder Tournee. Initiator der Konzertreihe ist der Wittenberger Heinz Wehmeier, der für sein Engagement zur Völkerverständigung vor zwei Jahren aus der Hand des Bundespräsidenten mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde.

Konzert als Antwort

Der „Russische Musiksommer“, zu dem Wehmeier am Donnerstag in den Jüterboger Abtshof einlud, war eine Besonderheit. „Immer wieder wird mir die Frage gestellt, was aus den jungen Musikern, die in früheren Jahren mit dabei waren, eigentlich geworden sei“, so der fließend russisch sprechende Musikfreund. Die diesjährige Tournee ist nun die Antwort darauf, denn mit Ausnahme der 21-jährigen Cymbal-Spielerin Alena Savitskaya waren ihre fünf Musiker-Kollegen schon in zurückliegenden Jahren, teils sogar mehrfach, mit dabei.

Alena Savitskaya am 78-saitigen Cymbal und Valeria Korotkaya am E-Piano. Quelle: Uwe Klemens
Heinz Wehmeier stellt Saxophonistin Darya Bobko den Zuhörern vor. Quelle: Uwe Klemens

Das von Werken Johann Sebastian Bachs über Korsakows „Hummelflug“ und jazzigen Saxofonklängen bis zu Hans-Albers-Song-Interpretationen reichende Programm überrascht nur denjenigen, der mit den gängigen Klischees russischer Musik ins Konzert kommt, sagt Wehmeier. „Denn die heutige, russische Musikszene ist international und voller Einflüsse aus allen Teilen der Welt“, sagte der Wittenberger, der stets auch als Moderator durchs Programm führt und dabei viel aus der Geschichte und Kultur Russlands und Weißrusslands zu erzählen weiß.

Aleksei Kostinsko brillierte mit jazzigen Tönen auf der Trompete. Quelle: Uwe Klemens

Heimaterinnerungen werden wach

„Es hat mir sehr gut gefallen und mich natürlich auch an meine alte Heimat erinnert“, schwärmte eine aus dem sibirischen Omsk stammenden Zuhörerin, die seit 20 Jahren in Jüterbog lebt. „Die Musiker sind hervorragend ausgebildet“, fügte sie hinzu. Auch ihrem Bekannten Lothar Roggan, der den Konzerttipp aus der MAZ hatte, steht die Freude am Zuhören beim anschließenden Plausch mit Wehmeier noch ins Gesicht geschrieben. Dessen Credo „Die Welt versteht sich am besten durch Sport und durch Musik“ hat sich erneut bewahrheitet.

Von Uwe Klemens

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