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Jüterbog Scholl-Schule in der Hand der Bauleute
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog Scholl-Schule in der Hand der Bauleute
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19:02 09.07.2019
Mit dem Aufbringen der Bitumenbahnen auf dem Dach ist der Rohbau des künftigen Mehrzweckgebäudes abgeschlossen. Quelle: Uwe Klemens
Jüterbog

Drei Jahre ist es her, dass durch Brandstiftung die so genannte Schul-Baracke auf dem Schulhof der Jüterboger Geschwister-Scholl-Grundschule komplett zerstört wurde. Der Brand vernichtete nicht nur Spiel- und Lernmaterial, sondern vergrößerte auch die Raumnot. Der Bau eines Ersatzgebäudes ließ lange auf sich warten, da sich die Versicherungs- und Finanzierungsfragen hinzogen.

Gebäude soll zu Ostern 2020 fertig sein

Dank Versicherungsleistungen und Fördermitteln des Bundes in Höhe 650.000 Euro konnte im Frühjahr dieses Jahres mit dem Bau eines Mehrzweckgebäudes begonnen werden, das künftig als Speise-, sowie als Hortgebäude genutzt werden soll. „Wenn alles wie geplant abläuft, könnte das Gebäude nach den Osterferien im nächsten Jahr in Betrieb gehen“, sagt Bauamtsleiterin Kira Wenngatz. Um den Zeitplan zu schaffen, wurde sogar auf das Richtfest verzichtet. Denn der Rohbau wird in diesen Tagen fertig sein, aber bis zum neuen Schuljahr warten wollten Bauleute und Stadt nicht.

Das Dach des neuen Mehrzweckgebäudes besteht aus so genannten Nagelbindern. Quelle: Uwe Klemens

Auch im dreiflügeligen Schulhaus wird die Ferienzeit genutzt, um die dritte von insgesamt vier Sanierungs-Etappen bis zum Schuljahresbeginn ins Ziel zu bringen.

Rund 483.000 Euro fließen in diesem Jahr in den Umbau. Gebaut wird derzeit an der Erneuerung der Elektrik und der Brandschutztüren, sowie am Schallschutz. Parallel dazu erhalten mehrere Klassenräume neue Fenster sowie Sonnenschutz.

Seit 2017 wird das Haupthaus saniert

Bereits seit 2017 werden sämtliche Ferienzeiten für die Sanierung des aus den 70er Jahren stammenden, drei- bis vierstöckigen Schulgebäudes genutzt. Mit 353.000 Euro stammt der Löwenanteil der Baukosten für dieses Jahr ebenfalls aus dem Bundesförderprogramm, mit dem das so genannte Kommunalinvestitionsförderungsgesetz untersetzt ist. Aus dem Stadthaushalt fließt ein Eigenanteil in Höhe von 130.000 Euro in den dritten und vorletzten Bauabschnitt.

Die Maler Erik Funke (l.) und Michael Böhmer glätten die Innenwände des Haupthauses mit Spachtelmasse. Quelle: Uwe Klemens

Anfang des kommenden Jahres sollen die Ausschreibungen für die letzte Etappe erfolgen. Derzeit sind sowohl einheimische als auch Firmen aus anderen Regionen in der Scholl-Schule am Werkeln. Wenn nichts dazwischen kommt, soll die Sanierung zum Ende der Sommerferien 2020 abgeschlossen sein. „Die Baufirmen vor Ort leisten derzeit Großes“ zeigt sich Bürgermeister Arne Raue (WsJ) mit dem derzeitigen Stand der Sanierung zufrieden.

Von Uwe Klemens

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