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Jüterbog Sinfonieorchester lädt zur Konzert-Premiere
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17:03 27.10.2019
Solist Daniel Möbius und Matthias Glander am Dirigentenpult des aus Amateuren und Profimusikern bestehenden BBSO. Quelle: Uwe Klemens
Jüterbog

Konzert-Premieren sind für alle Beteiligten immer etwas Besonderes. Während sich das Publikum auf neue Klangerfahrung freuen darf, müssen die Akteure, egal ob Profi oder Amateur, ihr Lampenfieber mit dem fleißig Erarbeiteten unter einen Hut bringen. Mit Sätzen aus Wagners „Meistersinger“, Elgars vor exakt 100 Jahren uraufgeführten, melancholischem Cellokonzert und Sibelius’ 3. Sinfonie wagte sich das Berlin-Brandenburgische Sinfonieorchester (BBSO) am Sonnabend in der Jüterboger Nikolaikirche zum ersten Mal aus dem geschützten Probenraum.

Gute Noten, nicht nur für Fleiß

Anders als bei der Uraufführung von Elgars Spätwerk, als Kritiker zwar dem Werk Weisheit und Schönheit bescheinigten, dem schlecht vorbereiteten Orchester jedoch schlechte Noten gaben, braucht sich das BBSO diesen Vorwurf nicht anzustecken. Der Applaus der etwa 80 Zuhörer war für die 65 Musiker auf der Bühne der Lohn für die Mühen der seit einem halben Jahr absolvierten, wöchentlichen Proben.

Das aus 65 Musikern bestehende Ensemble passte nur mit Mühe in den sonst geräumig wirkenden Altarraum der Nikolaikirche. Quelle: Uwe Klemens

Obwohl sich das BBSO als Amateur-Ensemble bezeichnet, ist das nur die halbe Wahrheit, da ein Großteil der Akteure, zumindest im ersten Leben, Berufsmusiker war oder noch ist, wie Dirigent Matthias Glander, alltags Soloklarinettist bei der Berliner Staatskapelle. Was alle eint, ist die Freude an der Musik und am gemeinsamen Musizieren.

Wertvolle Erfahrungen für die angesteuerte Musiker-Karriere sammeln konnte während der Probenarbeit auch der erst 19-jährige Solo-Cellist Daniel Möbius. Quelle: Uwe Klemens

Die Mischung aus Amateuren und Profis ist für alle ein besonderer Reiz. „Es macht Spaß, auch, weil ich merke, dass ich mit meiner Erfahrung noch gebraucht werde“, sagt der 80-jährige Cellist Horst Krause, der früher ebenfalls in der Staatskapelle am Pult saß. „Auch für uns ist dieses Miteinander toll“, schwärmt die 57-jährige Ärztin Jutta Timphus, die seit drei Jahren mit dabei ist.

Von einander lernen ist ein großer Reiz

Dass das Von-einander-Lernen nicht nur in einer Richtung funktioniert, zeigt sich gerade auch an diesem Konzertprojekt. Denn auch Cellist Daniel Möbius, Solist des Hauptwerkes dieses Programms und genau an der Schwelle zwischen Musik-Spezialgymnasium und -studium, hat von der Zusammenarbeit mit dem vor 67 Jahren gegründeten Ensemble profitiert, wie der 19-Jährige erzählt. Dass auch Konzertmeisterin Kristin Möbius stolz auf dessen bravourös hingelegten Auftritt ist, hat einen doppelten Grund. Denn das Nachwuchstalent ist ihr Sohn.

Von Uwe Klemens

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