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Jüterbog Sommer-Workshop für Hobby-Organisten
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog Sommer-Workshop für Hobby-Organisten
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18:34 09.07.2019
Kirchenmusikdirektorin Ulrike Scheydt (r.) erläutert Renate Behnisch die so genannte enge Lage auf dem Manual. Quelle: Uwe Klemens
Jüterbog

„Sich um die Orgeln in unseren Kirchen zu kümmern, ist wichtig, aber das Allerwichtigste sind die Menschen, die dann darauf auch spielen“, sagt Peter-Michael Seifried. Der Kreiskantor des evangelischen Kirchenkreises Zossen-Fläming hat sich seit vielen Jahren nicht nur dem Erhalt der „Königinnen der Instrumente“ mit ganzer Seele verschrieben, sondern auch der Nachwuchsförderung. Der von ihm initiierte Dauer-Orgelkurs für Quereinsteiger geht mittlerweile ins vierte Jahr. 20 der derzeit 70 Schüler sind seit dem vergangenen Wochenende für eine kompakte Unterrichtswoche in Jüterbog zu Gast und lassen die Orgel der Stadt und der Kirchen in Bochow und Kloster Zinna erklingen.

Klingender Jugendtraum

„Die Prüfung, auf die ich mich jetzt gerade vorbereite, wollte ich eigentlich schon vor 40 Jahren in meinem ersten Leben machen, aber dann kamen die Kinder, das Hotel, das wir gebaut haben, und der Beruf“, sagt Gabriele Reuner aus Schwerin im Schenkenländchen. „Erst jetzt, wo ich beruflich nicht mehr so eingespannt bin, habe ich Zeit dafür, mein Orgelspiel wieder aufleben zu lassen“, ergänzt die 59-jährige Gastronomin, die seit zwei Jahren zu den Kursteilnehmern gehört.

Auch bei den morgendlichen Andachten und Erläuterungen zur Kirchengeschichte ist Peter-Michael Seifried (m) in seinem Element. Quelle: Uwe Klemens

Vor allem das Thema der Kurs-Woche, „Harmonisieren leicht gemacht“ hat die Katholikin zum Mitmachen bewogen. „Denn ich bin eigentlich die typische Blatt-Spielerin und hätte nicht gedacht, dass selbst ich das Improvisieren noch lernen würde, aber jetzt nach zwei Tagen, geht es schon merklich besser, auch, weil die Kursleiter fördern und fordern, was ich gut so finde“, sagt Reuner. Die neuen Fähigkeiten werden ihr als Vertretungs-Organistin bei den Gottesdiensten in Schwerin und Groß Köris schon bald von Nutzen sein.

Harmonisches Miteinander

Auch Dagmar Behrendt aus Blankenfelde ist von der Orgel-Woche angetan. „Es ist ein ganz tolles Angebot, nicht nur wegen des Orgelspiels, sondern auch, weil wir nebenbei viel über die Kirchen und die Orgeln lernen, und weil wir als Gruppe eine tolle Gemeinschaft sind, in der alle Altersgruppen harmonisch miteinander umgehen“, sagt die 59-Jährige, die schon seit ihrer Kindheit Klavier spielt und bei Gottesdiensten in Blankenfelde und Jühnsdorf als Ersatz-Organistin fungiert.

Gemeinsam besuchen die Kursteilnehmer, hier vor der Liebfrauenkirche, sämtliche Gotteshäuser und Kapellen der Stadt. Quelle: Peter-Michael Seifried

Jüngster Hobby-Organist ist der 15-Jährige Albert Schwericke aus Potsdam-Grube, der als Sechsjähriger mit dem Klavierspielen begann und durch eine Bekannte auf den Orgelkurs aufmerksam wurde. „Das Faszinierendste ist, dass jede Orgel anders ist und man mit jedem Instrument eine besondere Stimmung rüberbringen kann“, berichtet Albert Schwericke, der bereits über erste Erfahrungen als Konzertpianist verfügt und daheim Anfänger im Klavierspiel unterrichtet.

Das Konzept geht auf

Glücklich über die Spielfreude und den Erfolg der Orgelschüler sind nicht nur sie selbst, sondern auch das aus sechs Kirchenmusikern und Konzert-Organisten bestehende Kollegium, das an acht Orgeln parallel unterrichtet. Mit dabei sind der in England lebende Niederländer Leonard Sanderman, der Kreiskantorin Anja Liske-Moritz aus dem Kirchenkreis Oderland-Spree, die Görlitzer Kirchenmusikdirektorin Ulrike Scheydt, die Blankenfelder Kantorin Hannah Hahn und der in Treuenbrietzen, Beelitz und Lehnin wirkende Kantor Andreas Behrendt. 19 Teilnehmer der bisherigen drei Kursjahre haben mittlerweile die Orgelgrundprüfung oder bereits die unterste Kantorenprüfung bestanden und wirken in ihren Gemeinden.

Von Uwe Klemens

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