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Jüterbog Stadt will Randalierer abschrecken
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02:24 11.05.2018
Der Kräutergarten am Tag danach. Unmengen von Müll, Scherben und der ins Beet gekippte Einkaufswagen künden vom wüsten Treiben. Quelle: Stadtverwaltung
Jüterbog

Der zum Teil von Ehrenamtlichen des Freundeskreises Kulturquartier gepflegte Kräutergarten an der Seite des Jüterboger Kulturquartiers ist ein Sorgenkind. Seit dem vergangenen Jahr beobachtet Bürgermeister Arne Raue (parteilos) verärgert, wie das Gelände fast täglich und vor allem am Wochenende zu vorgerückter Stunde Opfer von Vandalismus wird. Über das Ausmaß der jüngsten Verwüstung vom vergangenen Sonnabend berichtet die Stadt auf ihrer Facebook-Seite.

Partyabfälle, Glasscherben, Einkaufswagen im Kräuterbeet

Noch am Samstagabend hatten Mitarbeiter der Stadtverwaltung die etwa 30 auf dem Gelände feiernden Jugendlichen angesprochen und um friedvolle Nutzung des Geländes geben. Vergeblich, wie sich am nächsten Morgen angesichts der überall herumliegenden Scherben, verstreuter Partyabfälle und eines ins Hochbeet gekippten Einkaufswagens herausstellte.

„Das Ärgernis wiegt umso stärker, als dass der Platz am Tage von Kleinkindern und Familien, teilweise barfuß, da Matschplatz, genutzt wird und auch Hochzeitsgesellschaften dort ihre Erinnerungsfotos schießen“, so der Bürgermeister.

Glasscherben nahe dem Kräutergarten am Kulturquartier Jüterbog. Quelle: Uwe Klemens

„Eigentlich ist der Kräutergarten nicht nur ein sehr schöner Platz an sich, sondern auch ein hervorragend geeigneter Ort, an dem sich Jugendliche treffen können, um gemeinsam ihren Spaß zu haben, ohne dabei jemanden zu stören“, sagt Raue. Dass das Vertrauen in die Vernunft immer wieder enttäuscht wird, will der Bürgermeister, nach dem er mehrfach vergeblich versucht hat, die Jugendlichen im persönlichen Gespräch davon abzuhalten, „wilde Sau“ zu spielen, nun nicht mehr länger hinnehmen.

Überwachungskameras überführten Täter im vorigen Jahr

Die Aufzeichnungen der am Kloster installierten Überwachungskameras hatten bei einem ähnlich schlimmen Vorfall im vergangenen Jahr zur Feststellung der fünf jugendlichen Randalierer geführt, die sich im Gespräch reumütig zeigten und den Platz wieder in Ordnung brachten. „Die Täter von damals sind zur Vernunft gekommen, aber es wachsen eben immer wieder neue nach“, zeigt sich das Stadtoberhaupt resigniert.

Überwachungskameras am Kulturquartier Jüterbog, Blick auf den Kräutergarten Quelle: Uwe Klemens

Bei der Hauptausschusssitzung der Stadtverordnetenversammlung am Montagabend schlug Jens Schandert (Für Jüterbog) vor, das Gelände die ganze Nacht hindurch komplett auszuleuchten, um Täter abzuschrecken. Den Vorschlag hat Raue nun aufgegriffen. Zudem ist die Anschaffung besserer Überwachungskameras angedacht.

Dass die Wohlfühlatmosphäre auf dem einladenden Platz unter diesen Notmaßnahmen leiden wird, ist man sich seitens der Stadtverwaltung bewusst. Seitens der Polizei gab es bereits die Zusage, das Gelände in den Nachtstunden häufiger bei Streifenfahrten im Blick zu haben.

Von Uwe Klemens

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