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Jüterbog Musiker feiern zehn Jahre „Tonfall“
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog Musiker feiern zehn Jahre „Tonfall“
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19:08 13.05.2019
Einmal im Monat treffen sich die Saxofon-Schüler zur gemeinsamen Tonfall-Probe. Quelle: Hartmut F. Reck
Jüterbog/Märtensmühle

„Wer hätte das gedacht?“ Matthias Wacker scheint selber kaum glauben zu können, dass ihm das gelungen ist. Der über die Region hinaus bekannte Saxofonist und Musikschullehrer hatte vor zehn Jahren angeregt, mit seinen Schülern ein eigenes Ensemble zu gründen. „Das wurde anfangs noch belächelt“, erinnert er sich, aber Wacker hielt seinen Plan unbeirrt aufrecht, fing mit vier Leuten an, „und die Menschen fanden Gefallen daran“, sagt er nicht ohne Stolz.

Dieser Anfang liegt inzwischen schon zehn Jahre zurück – eine Zeitspanne, mit der auch niemand gerechnet hatte. Das soll jetzt so richtig gefeiert werden. Am Sonntag, dem 19. Mai, wird es um 16 Uhr im Kulturquartier in der Mönchenkirche in Jüterbog ein Jubiläumskonzert geben. Wer das miterleben will, sollte sich noch rechtzeitig um Karten kümmern, denn aus Erfahrung weiß man, dass die 150 Plätze schnell ausverkauft sind.

Tonfall besteht seit zehn Jahren Quelle: Hartmut F. Reck

Matthias Wacker kann sich nicht mehr an der ersten Auftritt erinnern, „aber so schlecht kann’s ja nicht gewesen sein“, schließlich habe man danach kontinuierlich weitergemacht und im Lauf der Jahre 160 Auftritte mit rund 26.000 Zuhörern erreicht. „Das hätten wir uns damals nicht zu träumen gewagt“, sagt der Ensemble-Leiter.

In der Tat hat sich „Tonfall“ besonders in der Region Dahmeland-Fläming zu einer angesagten Konzertgröße entwickelt. Die regionale Verbundenheit spiegelt sich auch im Namen wider. Gern suchen die verschiedenen Ensembles der Musikschule Teltow-Fläming nach Namen mit den Initialen TF (siehe Trommel-Fieber oder Tent Fools). Das klappt nicht immer und oft bleibt es auch unverständlich, und vor allem: Was bedeutet überhaupt Tonfall?

„Die Idee hatte ich plötzlich, als ich unter einem Apfelbaum lag“, sagt Wacker. Ob gleichzeitig mit einem Apfel bei ihm der Groschen fiel? Tonfall ist jedenfalls die Art und Weise, wie man miteinander spricht. So sagt man hin und wieder: „Dein Tonfall gefällt mir nicht.“ Dagegen gefällt die Musik von „Tonfall“ den meisten.

Altersspanne zwischen elf und 77 Jahren

Anfangs kamen zu den Saxofonisten noch ein Trompeter und ein Posaunist sowie ein Schlagzeuger hinzu. „Die Gruppe wuchs ständig, es gab immer mehr Auftritte und wir hatten ein tolles Feedback“, berichtet Wacker. Doch dann folgte der Schnitt: Im Ensemble gab es nur noch Saxofone – und einen Schlagzeuger als ständigen Gast. Derzeit besteht das Ensemble aus 13 Mitgliedern, plus dem Schlagzeuger.

Später kamen auch jüngere Spieler dazu, denn anfangs rekrutierte sich das Ensemble ausschließlich aus Erwachsenen, die seit Anfang der 2000er Jahre immer mehr in die Musikschule drängten, um noch ein Instrument zu lernen. Inzwischen liegt die Altersspanne zwischen elf und 77 Jahren, wobei der Älteste auch schon am längsten dabei ist und bisher nicht eine Probe versäumt hat.

Proben in Märtensmühle

Geprobt wird einmal in der Woche im Einzelunterricht und einmal im Monat gemeinsam. Da die Schüler aus allen Teilen Teltow-Flämings sowie aus dem Landkreis Dahme-Spreewald kommen, finden die Proben zwar meistens im Dorfgemeinschaftshaus in Märtensmühle statt, gelegentlich aber auch in Zeuthen oder in Jüterbog.

Matthias Wacker leitet das Saxofon-Ensemble „Tonfall" der Kreismusikschule Teltow-Fläming seit zehn Jahren Quelle: Hartmut F. Reck

Das Programm wechselt mit jedem Musikschuljahr. „Jeder kann sagen, was er gern spielen würde“, sagt Matthias Wacker, „aber keine gängigen Hits, dafür aber Klassiker aus Pop, Rock, Jazz und Filmmusik wie auch Polka und ein Volksmusik-Medley.“

„Es kostet schon eine Menge Arbeit und viel Zeit“, berichtet Christina Unnerstall, die sich auch noch um die Außenwerbung und die Auftritte kümmert. Aber wenn dann der Applaus aufbrande, sei das die schönste Belohnung für die Bemühungen.

Diesen Applaus werden die Saxofoniker von Tonfall sicherlich auch an diesem Sonntag im Jüterboger Kulturquartier wieder einheimsen.

Von Hartmut F. Reck

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