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Jüterbog Vor Kommunalwahl: Ortsbeiräte suchen Mitstreiter
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00:20 06.02.2019
Am 26. Mai werden die Ortsbeiräte und Vorsteher in den sieben Dörfern neu gewählt, die zu Jüterbog gehören. Quelle: Monika Skolimowsko/dpa
Jüterbog

Sie wollen es alle noch einmal wissen: Die Ortsvorsteher der sieben Ortsteile von Jüterbog treten wieder an. Während sich in der Stadt die Parteien gerade positionieren, laufen auch auf den Dörfern die Vorbereitungen für die Kommunalwahl am 26. Mai.

Auf MAZ-Nachfrage haben nun alle sieben Ortsteile-Oberhäupter bestätigt, dass sie sich erneut zur Wahl stellen werden. Weil in jedem Dorf aber ein dreiköpfiger Ortsbeirat bestimmt werden muss, fehlt es an einigen Stellen noch an Kandidaten.

Neuhof: Zwei Bewerber für drei Plätze

In Neuhof beispielsweise: „Ich hätte gern noch ein paar Mitbewerber“, sagt Ortsvorsteher Uwe Meyer, der derzeit nur mit einem Kollegen, Bernd Kreibig, im Ortsbeirat zusammenarbeitet. Frischer Wind täte dem kleinen Gremium gut, sind sie sich einig. Ansonsten könnte in Neuhof aber nach der Kommunalwahl alles beim Alten bleiben. Denn der amtierende Orstvorsteher will erneut für das Amt kandidieren.

Uwe Meyer will noch einmal Ortsvorsteher von Neuhof werden. Quelle: Peter Degener

In Markendorf und Fröhden ist die Situation ähnlich. Auch hier sind die beiden Ortsbeiräte derzeit nur zu jeweils zwei Dritteln besetzt. Und das obwohl Markendorfs Ortsvorsteher Matthias Botzet aktiv nach Mitbewerbern sucht. „Ohne diesen Posten geht es nicht“, sagt er, „wir sind so etwas wie das Schmierfett zwischen Bürgern und Verwaltung, die sonst wohl nie zusammenkommen würden.“

„Dörfer brauchen gemeinsame Stimme“

Sein Amtskollege in Fröhden sieht das genauso. Auch Siegfried Klute möchte sich noch einmal als Ortsvorsteher der Wahl stellen. Ihm zur Seite steht im Moment ebenfalls nur ein Kollege, Gerald Winzer. „Wir brauchen eine gemeinsame Stimme, damit wir von der Stadt nicht vergessen werden“, sagt Klute über die Vertreter der kleinen Ortsteile.

Gabriele Schröder will nach 15 Jahren zum letzten Mal als Ortsvorsteherin von Kloster Zinna antreten. Quelle: Peter Degener

In Kloster Zinna sieht das Gabriele Schröder genauso. Nach 15 Jahren im Amt möchte sie 2019 zum letzten Mal als Ortsvorsteherin antreten. Die 57-Jährige wünscht sich einen Generationswechsel: „Man merkt, dass man ausgepowert ist. Jetzt können auch mal ein paar Jüngere ran.“ Einen Gegenkandidaten gebe es bisher nicht.

Auch für den Ortsbeirat gäbe es noch keine Interessenten. Statt der drei geforderten Mitglieder, übernimmt die 57-Jährige den Job derzeit allein mit Hanno Schneider. „Wenn jemand Interesse hat, kann er sich gerne bei mir melden“, sagt Schröder.

Werder: Bewerbersuche kein Problem

Entspannter ist die Lage vor den Wahlen in Werder. Alle drei Mitglieder des aktuellen Ortsbeirates wollen sich wieder aufstellen lassen. „Das Problem, nicht genügend Bewerber zu finden, haben wir nicht“, sagt Ortsvorsteher Gerhard Lenting.

Neuheim: Zuspruch für den alten Ortsbeirat

Auch in Neuheim ist der Ortsbeirat derzeit voll besetzt. Ortsvorsteherin Jacqueline Becker tritt erneut für das Amt an. „Von den Einwohner haben mein Kollegen und ich Zuspruch bekommen“, berichtet sie, „viele finden, dass wir unsere Arbeit in den letzten fünf Jahren gut gemacht haben. Deshalb wollen wir es noch einmal probieren.“

Dörfer wollen in die Stadtverordnetenversammlung

Trotz zum Teil fehlender Kandidaten: An Engagement mangelt es den aktuellen Vertretern der Ortsteile nicht. Mehrere von ihnen erklärten auf MAZ-Nachfrage, dass sie bei den Kommunalwahlen auch für einen Platz in der Jüterboger Stadtverordnetenversammlung kandidieren wollen.

Auf die Frage, ob er sich auch für die Jüterboger Stadtverordnetenversammlung zur Wahl stellen will, antwortet Uwe Meyer: „Ich bin mir selber noch nicht richtig schlüssig. Ich wurde schon von einigen angesprochen und denke darüber nach.“

Kloster Zinnas Ortsvorsteherin Schröder gibt ihrem Dorf auf diese Weise bereits seit mehreren Jahren eine Stimme im wichtigsten Gremium der Kommune. Und sie ist am 26. Mai nicht die einzige Bewerberin für die Stadtverordnetenversammlung aus einem der sieben Dörfer. Auch Jacqueline Becker aus Neuheim will antreten, für die Fraktion „Für Jüterbog“.

Von Victoria Barnack und Isabelle Richter

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