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Jüterbog Entwarnung nach drei Tagen: Waldbrand bei Jüterbog gelöscht
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog Entwarnung nach drei Tagen: Waldbrand bei Jüterbog gelöscht
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12:25 27.07.2019
Der Waldbrand auf dem Truppenübungsplatz zwischen Altes Lager, Pechüle und Bardenitz ist gelöscht. Quelle: Victoria Barnack
Altes Lager

„Die Hubschrauber wurden für heute abbestellt. Wir unternehmen jetzt noch einen Rundgang mit dem zuständigen Förster sowie einem Vertreter der Stiftung Naturlandschaften und dann ist der Waldbrand hier in Altes Lager für die Feuerwehr abgeschlossen“, sagt Jüterbogs Stadtwehrführer Michael Rinderle am Samstagvormittag.

Noch bis Freitagabend waren die Kameraden auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz vor Ort, um den Boden am Rande des Brandes Waldes feucht zu halten. Der Löschhubschrauber flog bis zum Einbruch der Dunkelheit. Drei Waldbrandnester konnten am Freitagabend gelöscht werden. Zudem kam es in der Nähe noch zu einem weiteren kleinen Brand, den die Feuerwehrleute schnell unter Kontrolle bringen konnte.

Munition in neun Meter Tiefe

Am Freitag hatte sich das Feuer durch den Wind und steigende Temperaturen auf 100 Hektar ausgebreitet. Insgesamt 78 Feuerwehrleute aus dem Landkreis Teltow-Fläming waren am Einsatzort. Am Abend wurden die Kameraden aus Sicherheitsgründen abgezogen. Wie der stellvertretende Bürgermeister Joachim Wasmansdorff der MAZ gegenüber erklärte, darf der Wald aus Sicherheitsgründen im Dunkeln nicht betreten werden.

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen steigen dicke Rauchwolken über dem Truppenübungsplatz bei Jüterbog auf.

Schon am Tage ist es auf Grund der Munitionsbelastung gefährlich, so dass nur Wege und geräumte Streifen betreten werden dürfen. Überall könnte zu Detonationen kommen. Der Konversionsexperte Markus Hennen geht davon aus, dass sich Granaten, Bomben und Ähnliches sogar in neun Meter Tiefe befinden. Es dürfte Jahrzehnte dauern, bis die gesamte Fläche geräumt ist.

Hilfe aus der Luft

Deshalb musste Hilfe aus der Luft kommen. Wie Wasmandorff betonte, sei das Konzept aufgegangen. Er hatte gleich am Donnerstag, nachdem der Brand ausgebrochen war, einen Löschhubschrauber angefordert. Durch die Unterstützung der Feuerwehrleute am Boden gelang es, eine Ausbreitung auf die umliegenden Orte zu verhindern.

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Die Fläche wurde an die Stiftung Naturlandschaften übergeben. Der Stadtwehrführer schließt nicht aus, dass es vereinzelt noch zu Rauchentwicklungen kommt. „Ich hoffe, dass es das letzte Feuer hier auf der Fläche gewesen ist“, so Rinderle.

Von Margrit Hahn

Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog hat sich der am Donnerstag ausgebrochene Waldbrand am Freitag auf 100 Hektar ausgebreitet. Die Einsatzkräfte können vom Boden aus zwar nicht löschen, weil es auf munitionsbelastetem Gebiet brennt, entspannt sind sie derzeit dennoch.

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