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Jüterbog 15,7 Prozent haben schon gewählt
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13:12 29.08.2019
Wahlleiterin Iris Berginski und ihre Mitarbeiter bereiten schon alles für die beiden Wahlen am Sonntag vor. Quelle: Hartmut F. Reck
Jüterbog

Der Countdown läuft: Nur noch wenige Tage sind es bis zur Wahl des Landtags und des Bürgermeisters in Jüterbog. Die vier Kandidaten versuchen auf den verbliebenen Metern noch die letzten Unentschlossenen von ihren Vorzügen zu überzeugen. Doch bei manchen Wählern ist das vergebliche Liebesmüh, denn sie haben schon gewählt – per Briefwahl.

„Sechs unserer Wahlurnen sind schon randvoll“, sagte am Mittwoch Jüterbogs Wahlleiterin Iris Berginski. In drei Urnen befinden sich die bisher abgegebenen beziehungsweise zurückgeschickten Wahlbriefe für die Landtagswahl und in den drei anderen die ebenfalls in Umschlägen verschlossenen Stimmzettel für die Bürgermeisterwahl. Diese werden dann am Sonntag, dem Wahltag, auf die drei Briefwahlbüros im Rathaus verteilt. Deren Auszählung darf aber ebenfalls erst ab 18 Uhr erfolgen, wenn auch alle anderen Wahllokale geschlossen sind. Zuerst werden Stimmzettel der Landtagswahl ausgezählt, dann die der Bürgermeisterwahl. So will es das Gesetz.

Hoher Briefwahlanteil

Genau 1653 wahlberechtigte Bürger Jüterbogs haben bis zum Mittwoch ihre Anträge auf Briefwahl gestellt. Das sind etwa 15,7 Prozent aller Wahlberechtigten (in einer vorherigen Version war von 6,5 Prozent die Rede – ein „kleiner“ Rechenfehler). „Da bewegen wir uns wie sonst auch auf hohem Niveau“, sagt Iris Berginski. Für die Landtagswahl sind 10.488 Jüterboger über 16 Jahren wahlberechtigt, für die Bürgermeisterwahl 183 Einwohner mehr, weil bei Kommunalwahlen auch Einwohner, die aus EU-Staaten stammen, wählen dürfen. Insgesamt sind also 10.671 wahlberechtigt.

Iris Berginski geht davon aus, dass noch ein paar Briefwahlanträge kommen, auch wenn inzwischen die Möglichkeit der Online-Beantragung abgeschaltet wurde. Die Zeit sei inzwischen einfach zu kurz, bis die Post die Briefwahlunterlagen bei den Wählern ausgeliefert hat und diese dann wieder im Rathaus ankommen.

Am besten noch am Donnerstag per Brief wählen

Wer also am Sonntag partout nicht zu seinem Wahllokal gehen kann, sollte am besten noch am Donnerstag von 9 bis 12 oder von 13 bis 18 Uhr ins Rathaus kommen, dort auch gleich alles ausfüllen und die Wahlbriefe in die Urne stecken, rät die Wahlleiterin. Denn am Donnerstagabend werden die Wählerlisten für alle Wahllokale gedruckt, auf denen dann alle Wahlberechtigten stehen, die bis zu diesem Zeitpunkt keine Briefwahl beantragt haben.

Allerdings gibt es auch noch am Freitag von 9 bis 18 Uhr die Möglichkeit, sich Briefwahlunterlagen im Rathaus abzuholen. Das bedeutet dann aber einen Mehraufwand für die Wahlhelfer, weil die neuen Briefwähler wieder aus der Wählerliste ihres jeweiligen Wahllokals gestrichen werden müssen.

Notfalls auch noch am Sonntag

Im allergrößten Notfall kann ausnahmsweise auch noch am Wahltag selbst Briefwahl beantragt werden, wenn etwa der Wahlberechtigte plötzlich krank geworden oder anderweitig verhindert ist. Er könnte dann einen Bevollmächtigten mit seinem ausgefüllten Wahlschein samt Vollmacht zum Rathaus schicken, der die Wahlunterlagen abholt und bis allerspätestens 18 Uhr wieder im Wahlbüro abgibt.

Von Hartmut F. Reck