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Jüterbog Zuckertütenfest vor dem Schulbeginn
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog Zuckertütenfest vor dem Schulbeginn
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13:03 28.07.2019
Drei, zwei, eins, los: Die begehrten Zuckertüten wurden in Sekundenschnelle von den Kindern in Beschlag genommen. Quelle: Antonia Engel
Jüterbog

Wie bekommt man am besten einen Ballon? Höflich fragen oder ganz kurz, dafür aber bestimmt?Während die Kinder über diese Frage fachsimpelten, drehten sich die Gespräche ihre Eltern auf dem alljährlichen Zuckertütenfest um die kommende Schulzeit.

Das Fest entstand 1991 und war ursprünglich dazu da, die Schultüten der Kinder aufzufüllen, die aus von Arbeitslosigkeit und Armut geprägten Verhältnissen kamen. Schon zu dieser Zeit fand es von den Linken veranstaltet im Schlosspark Jüterbog statt – daran änderte sich bis heute nichts.

Malwettbewerb zum ersten Schultag

„Das Fest ist mittlerweile zur Tradition geworden und wird von allen Bevölkerungsschichten besucht“, sagte Organisatorin Maritta Böttcher.

Für die Schulanfänger gab es allerhand zu tun: Die einen ließen sich Feen und Schmetterlinge ins Gesicht malen, andere ein „Tattoo“ auf die Haut machen. Austoben konnten sich die Kinder auf der Hüpfburg oder mit Buntstiften auf einem Blatt Papier, denn wie in jedem Jahr gab es zur Feier des Tages auch einen Malwettbewerb. Das Motto: „Wie stellt ihr euch euren ersten Schultag vor?“

Mia (5) kommt in wenigen Wochen in die Schule. Quelle: Antonia Engel

Zu Beginn der Zuckertütenfest-Tradition wurden die Bilder noch zu Hause gezeichnet und dann erst eingereicht, um „im Büro in einer Vernissage ausgestellt zu werden“ , berichtete Böttcher. Allerdings schienen viele der Bilder nicht allein von den Kinder gemalt zu sein, weshalb die kleinen Kunstwerke mittlerweile auf dem Fest entstehen. Zu gewinnen gab es ein T-Shirt mit einer Zuckertüte darauf, als Erinnerung an den Tag.

An dem Wettbewerb nahm auch die fünfjährige Mia teil, die ab der nächsten Woche auf die Geschwister-Scholl-Schule gehen wird. „Ich wollte sie noch ein Jahr im Kindergarten lassen, aber sie wollte unbedingt schon in die Schule“, erzählte ihre Mutter.

Sport, Spiel und Spaß

Die Sportbegeisterten tobten sich an der von Familie Gorisek gestalteten Burgmauer aus: Mit Bällen mussten dort die Fenster der Burgbewohner eingeworfen werden. Begleitet von den anfeuernden Rufen der Eltern wurden Punkte gesammelt – zur Belohnung gab es Bonbons und Flummis.

Das Highlight des Tages waren natürlich die Zuckertüten selbst, die bis dahin versteckt unter einem bunten Tuch lagen. Sobald es hochgehoben wurde, stürzten sich die zukünftigen Schulkinder freudestrahlend auf die bunten Tüten, entschieden sich in Sekundenschnelle zwischen Feuerwehr- oder Dinosauriermotiv und brachten sie stolz zu ihren Eltern.

Der vom Kreisverband gesponserte Inhalt war weniger zuckerhaltig als erwartet: „Es ist kaum Süßes drin, sondern Nützliches“ sagte Böttcher.

Schreib-, Mal- und Bastelzeug und natürlich auch ein paar Bonbons und Gummibärchen packten die Kinder aus. Mit dabei war auch ein selbst gestaltetes Malheft, orientiert an der Region fand man darin „N wie die Nikolaikirche“ und „J wie das Jüterboger Rathaus“. „Schon allein deshalb lohnt es sich, herzukommen“ sagte Böttcher.

Von Antonia Engel

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