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Jüterbog Zwei bemühen sich um Amt des Ortsvorstehers
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19:45 28.10.2019
Nicole Kreuzer aus Kloster Zinna. Quelle: Hartmut F. Reck
Kloster Zinna

Es war nicht leicht, am Sonntag einen gemeinsamen Termin im Wahlbüro zu finden. Die fünf Kandidaten für den Ortsbeirat von Kloster Zinna trafen sich am Abend des Wahltags kurz vor der Schließung des Wahlbüros in der Kita „Pittiplatsch“. Lisa Hildebrandt-Beyer und ihr Mann Marian Willi Beyer hatten bis 17 Uhr im Klostermuseum zu tun, wo sie seit kurzem als Ehrenamtler mit versuchen, den dortigen Betrieb aufrechtzuerhalten.

In Zukunft werden sie sich häufiger zusammenraufen müssen, denn obwohl Kloster Zinna der größte Ortsteil von Jüterbog ist, ist er nicht groß genug für einen fünfköpfigen Ortsbeirat. In das Gremium haben es nur die Einzelkandidatin Nicole Kreuzer sowie die beiden Kandidaten der dreiköpfigen Wählergruppe Kloster Zinna, Marian Beyer und Stefanie Schwoch, geschafft (MAZ berichtete).

Verhältniswahl gibt den Ausschlag

Die meisten Stimmen erhielt Nicole Kreuzer (277) gefolgt von Marian Beyer von der Wählergruppe (269) und von der anderen Einzelkandidatin Sandra Koch (254). Weil aber die Wählergruppe insgesamt mit 553 Stimmen der größte Wahlvorschlag ist, erhält sie zwei Sitze, und der dritte geht an die Einzelkandidatin mit den meisten Stimmen. So wird also Stefanie Schwoch mit im Gremium sitzen, obwohl sie persönlich „nur“ 174 Stimmen erhielt, gefolgt von Lisa Hildebrandt-Beyer (110). Hätten alle Bewerber einzeln kandidiert, wäre es nach der Anzahl der Stimmen gegangen, so ging es gemäß dem Wahlgesetz nach dem Verhältnis der Wahlvorschläge.

Aufgrund ihrer hohen Stimmenanzahl wollen beide ihren Anspruch auf den Posten des Ortsvorstehers erheben. Die Wahl erfolgt bei der konstituierenden Sitzung am 5. November im Webhaus. „Die einfachste Variante wäre, sich vorher zu einigen“, empfiehlt Jüterbogs Wahlleiterin Iris Berginski, die hofft, am 5. November ohne Stimmzettel auskommen zu können.

Alle fünf machen weiter, ob gewählt oder nicht

Tatsächlich findet ein erstes inoffizielles Treffen schon am Donnerstag statt, wie Kreuzer und Beyer auf Nachfrage der MAZ berichten. Und das passiert nicht zum ersten Mal, aber zum ersten Mal nach der Wahl. „Wir waren uns von Anfang an einig“, sagt Marian Beyer, „dass wir – egal wer gewählt wird – alle fünf weiter zusammenarbeiten wollen, auch wenn es nur drei Sitze im Ortsbeirat gibt.“

Den Vorsitz und somit die Funktion des Ortsvorsitzenden trauen sich beide zu. Entscheidend sei aber, so Nicole Kreuzer, das man etwas fürs Dorf und vor allem für dessen Kinder erreicht. Dabei dürften aber das Klostermuseum und der Kindergarten nicht gegeneinander ausgespielt werden. Darin sind sich alle einig.

Fördermittel nicht verschenken

Während Nicole Kreuzer erst einmal alle Zahlen und Fakten auf dem Tisch haben will, um diese zu prüfen, macht Beyer klar, dass man nach so viel Vorbereitungszeit die eingeworbenen Fördermittel für die Sanierung des Klostermuseums nicht einfach verschenken dürfe. Das schließe die zweifellos nötige Sanierung der Kita nicht aus.

Zugleich warnt er vor der Illusion, mit der Sanierung des Museums sei alles gelöst. Baulich zwar ja, aber nicht personell. So teilt die Stadt jetzt mit, dass das Museum in dieser Woche aus Krankheitsgründen geschlossen bleiben muss und erst wieder am 6. November öffnet.

Von Hartmut F. Reck

Bei der Neuwahl des Ortsbeirats von Kloster Zinna sind drei der fünf Kandidaten gewählt worden. Zwei Sitze gehen an die Wählergruppe Kloster Zinna und einer an eine Einzelkandiatin.

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