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Jüterbog Pflegeeltern für Katzenwelpen gesucht
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13:21 11.07.2019
Diese Welpen und Jungkatzen sind nur einige der Pfleglinge, die auf ein neues Zuhause hoffen. Quelle: Tierschutznetzwerk
Jüterbog

„Wir suchen derzeit so ziemlich alles“ sagt Gabriele Loster. „Baumaterial, damit wir Gehege sowie Futter- und trockene Schlafplätze einrichten können, Futter und Spenden, damit wir die immensen Tierarzt-Kosten begleichen können, brauchen wir immer. Aber was uns im Moment am meisten fehlt, sind Menschen, die Katzen aufnehmen wollen“, sagt die 68-Jährige, die sich seit Jahrzehnten um obdachlose, kranke und verletzte Tiere kümmert und stellvertretende Vorsitzende des Netzwerkes Tierschutz Jüterbog-Niedergörsdorf ist.

„Die Situation in diesem Jahr ist besonders dramatisch“, sagt Loster. Denn die Zahl der sich selbst überlassenen Katzen, die dann in leerstehenden Gebäuden, unter Schutthaufen oder zwischen in die Landschaft gekipptem Unrat ihre Jungen zur Welt bringen, wird nicht kleiner, sondern bleibt auf hohem Niveau. „So viele Katzenwelpen wie in diesem Jahr haben wir noch nie in unsere Obhut aufnehmen müssen, und gerade jetzt gibt es kaum Leute, an die wir die Tiere weitermitteln können“, schildert die Tierschützerin.

Das Spendenaufkommen reicht nicht

40 Katzenbabys und Jungkatzen warten derzeit in den beiden von Vereinsmitgliedern betriebenen Pflegestellen. Jede nicht vermittelte Katze bedeutet weniger Aufnahme-Kapazität und weiterlaufende Kosten, die die derzeit 15 Vereinsmitglieder größtenteils aus eigener Tasche bezahlen, da das Spendenaufkommen einfach nicht reicht.

Täglich mehr als 100 hungrige Mäuler

Neben den Tierarzt-Kosten ist die Versorgung verwilderter, herrenloser Streunerkatzen die größte Hürde. 15 Futterstellen im Dahmer Amt sowie in Jüterbog und seinen Ortsteilen und in der Gemeinde Niedergörsdorf werden von den ehrenamtlichen Tierschutz-Netzwerkern einmal täglich angefahren und die circa 100 dort auf Nahrung wartenden, meist scheuen Tiere versorgt. Sind augenscheinlich kranke Katzen dabei, müssen sie eingefangen und zum Tierarzt gebracht werden. Je nach Schwere der Erkrankung oder Verletzung sind schnell mal ein paar hundert Euro zusammen, auch wenn einige Tierärzte den Tierschützern preislich entgegen kommen. Genesene Katzen, deren Halter nicht ermittelt werden kann, werden, wie auch die Jungkatzen, kastriert und dürfen zurück in ihre gewohnte Umgebung.

Sorgenkind muss operiert werden

Größtes Sorgenkind der Tierfreunde ist derzeit Kater Jerry, der an einem Polypen im dadurch vereiterten Gehörgang leidet und dringend operiert werden muss. 500 Euro hat die Spezialklinik in Wittenberg dafür veranschlagt – eine Summe, die die Vereinskasse derzeit nicht hergibt, auch wenn der vor wenigen Wochen veranstaltete Trödelmarkt ein paar Euro einbrachte. „Der große Zuspruch war eine tolle Ermutigung für uns, aber der Erlös war natürlich nur ein kleiner Tropfen auf den heißen Stein“, so Loster.

Kontakt zum Netzwerk, für alle die mit Sach- und Geldspenden, oder auch persönlich helfen wollen, gibt es im Internet unter www.nw-tierschutz.de oder unter der Handy-Nummer 0178/3 26 18 64.

Von Uwe Klemens

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