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Teltow-Fläming Justizmitarbeiter auf Samtpfoten
Lokales Teltow-Fläming Justizmitarbeiter auf Samtpfoten
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00:17 04.02.2017
Justizwachtmeister Oliver Müller versorgt den schwarzen Kater mit Streicheleinheiten. Quelle: Christian Zielke
Zossen

Freiwillig ins Gericht gehen wohl nur wenige. Aber ein schwarzer Kater hat überhaupt keine Berührungsängste mit der Justiz.

Seit drei Wochen steht er fast jeden Morgen vor der schweren Holztür des Zossener Amtsgerichts. Lange warten muss er nicht, bis das Personal an der Wache ihm Einlass gewährt. „Eigentlich haben Tiere hier keinen Zutritt“, sagt Wolfgang Böhm, der Sprecher des Amtsgerichts. Doch in den kalten Wintermonaten habe man es nicht übers Herz gebracht, das Tier abzuweisen. Stattdessen habe man sich unter den Mitarbeitern des Gerichts darauf geeinigt, den Kater nur bis zur ersten Tür einzulassen. Dort sitzt er oft stundenlang auf dem Fensterbrett zur Kellertreppe, genießt die Aussicht oder schläft. Justizwachtmeister Oliver Müller schaut hin und wieder nach dem Rechten. Zusammen mit den Kollegen von der Wache sorgt er dafür, dass der Kater seine Streicheleinheiten bekommt. Der quittiert das auch sofort mit lautem Schnurren. Als der Beamte zurück an seinen Arbeitsplatz will, fährt der Kater kurz die Krallen aus und signalisiert, dass er noch lange nicht genug hat.

Der Kater stromert durchs Gericht

„Eigentlich ist er ein ganz lieber“, sagt Oliver Müller. Manchmal nutzt der Kater die Gelegenheit und schlüpft durch einen Türspalt in das Gerichtsgebäude. Wie selbstverständlich streunert er durch die Flure, als wäre es sein Revier. „Vor kurzem hat ein Rechtsanwalt ziemlich komisch geguckt, als der Kater die Treppe hochkam“, sagt Wolfgang Böhm. Dass der Kater sich im Gerichtsgebäude so wohlfühlt, liegt offenbar nicht nur am warmen Schlafplatz und an den Streicheleinheiten. „Es soll auch Mitarbeiter geben, die heimlich Leckerlis geben“, sagt der Gerichtssprecher. Gern gesehen sei das nicht, doch berufliche Konsequenzen müsse niemand fürchten. Der Kater, dessen Name niemand kennt und von dem man weiß, dass er sich auch gerne in italienischen Restaurants und dänischen Bettenlagern aufhält, gehört einer älteren Dame in der Nähe. Er ist ein echter Überlebenskünstler, sagt Oliver Müller. Bevor er die stark befahrene Gerichtstraße überquert, schaut er nach rechts und links, ob ein Auto kommt. Mitarbeiter und Kater freuen sich gegenseitig aufeinander. Vielleicht hat der Justizmitarbeiter mit den Samtpfoten auf manchen Angeklagten eine beruhigende Wirkung.

Von Christian Zielke

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