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Teltow-Fläming Kita in Schöneiche: Neubau oder Anbau?
Lokales Teltow-Fläming Kita in Schöneiche: Neubau oder Anbau?
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01:10 20.11.2014
Draußen sieht man der Kita in Schöneiche den Sanierungsbedarf nicht an. Drinnen sind viele Mängel offensichtlich. Quelle: Pechhold
Schöneiche

„Baulich gesehen, ist die Kita ein Totalschaden“, so der stellvertretende Ausschuss-Vorsitzen-de Sven Reimer (CDU) gegenüber MAZ. „Die Kosten für die Sanierung würden 3000 Euro pro Quadratmeter betragen.“ Deshalb hätten die sechs Bauausschuss-Mitglieder die Stadtverwaltung in ihrer jüngsten Sitzung in der Kita damit beauftragt, die Kosten für einen Neubau bis zur nächsten Sitzung auf den Tisch zu legen.

Bau wurde vor rund 30 Jahren errichtet

Möglicherweise findet auch die nächste Beratung wieder in der Schöneicher Kita statt. Dort hatte Leiterin Kathrin Zschernagk die Kommunalpolitiker durch die Räume geführt. Die Probleme sind vielfältig: Einerseits ist die Einrichtung völlig verbaut. Viel zu kleine und verwinkelte Räume fallen nicht nur im Sanitärbereich sofort ins Auge. Andererseits ist der Anfang der 1980er Jahre errichtete, später erweiterte, eingeschossige, nicht unterkellerte Mauerwerksbau extrem für kostspielige Reparaturen anfällig. „Beispielsweise sind die Abflüsse oft verstopft“, sagt Kathrin Zschernagk. Nach Verstopfungen habe man die Rohre immer wieder gereinigt und gespült. Dabei seien Baumwurzeln mit durchgespült worden. Das ist ein sicherer Beleg dafür, dass Wurzeln die Wasserrohre unter der Erde zerstört haben. Wasserschäden ganz anderer Art setzen dem Gebäude immer wieder schwer zu. Aus dem Erdreich aufsteigende Feuchtigkeit und Wasser aus geplatzten Rohren haben den Fußboden in mehreren Räumen angehoben. Wegen der reparierten Stellen wirkt der Belag hier und da wie ein Flickenteppich. „Die Kita muss unbedingt saniert werden“, sagt Kathrin Zschernagk.

Umbau bei laufendem Betrieb - eineinhalb Jahre lang

Darum hat die Verwaltung eine Beschlussvorlage für die Stadtverordneten erarbeitet. Vorgesehen ist, die Kita 2015/16 komplett zu sanieren. Weiter soll angebaut werden, um die Kapazität von 53 auf 60 Plätze für Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren zu erhöhen. Hinzu kommen neue Fahrrad- und Pkw-Stellplätze im Außenbereich. Und das alles für insgesamt 680.000 Euro. „Das würde bedeuten, dass anderthalb Jahre bei laufendem Betrieb um- und angebaut wird“, sagt Kita-Leiterin Zschernagk. Innerhalb dieser Zeit müssten die Erzieherinnen mit den Kindern in drei Abschnitten vom einen Teil in den anderen Teil des Gebäudes umziehen. Zudem wäre zu klären, wann die Handwerker arbeiten können, damit die Kinder ihre Mittagsruhe einhalten können.

Von Frank Pechhold

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